Dein Kind sitzt zu viel am Smartphone? Maßnahmen und Tipps

Als Mutter oder Vater hast du einige Herausforderungen zu bewältigen. Eine davon ist der Umgang mit verschiedenen Medien, wie zum Beispiel dem Smartphone. Soziale Medien, Videos oder Chats mit Freunden – der Nachwuchs könnte locker mehrere Stunden pro Tag vor dem Handy verbringen. Hier erfährst du, was du dagegen tun kannst.

Hobbys, eine Mitgliedschaft im Sportverein oder auch der eigene Familiengarten – es gibt viele Alternativen, wie dein Kind seine Freizeit verbringen kann. Statt sich ständig virtuell mit Freunden zu unterhalten, ist das persönliche Treffen immer die bessere, sozialere Variante.

Lade die Freunde doch einfach häufiger zu euch nach Hause ein. Oder organisiere den Besuch bei Freunden, wenn du merkst, dass die Unterhaltungen über das Smartphone kein Ende nehmen wollen.

Möglichkeiten zum gemeinsamen Spielen gibt es dabei viele, etwa klassische Brettspiele, die gute alte Modelleisenbahn oder andere Aktivitäten, die von der Handynutzung ablenken und viel Freude machen können.

Tipp: Eine Möglichkeit zur alternativen Kontaktaufnahme ist das klassische Telefon. Hier können sich die Kinder direkt mit Worten austauschen, statt stundenlang Texte ins Handy zu tippen.

Konkrete Regeln aufstellen

Innerhalb der Familie kann das Aufstellen konkreter Regeln im Umgang mit dem Smartphone sinnvoll sein.

Zeiten beschränken: Die Verwendung der Spielkonsole oder Fernsehen kann ebenso geregelt werden wie die Nutzung des Smartphones. Eine begrenzte Zeit von maximal ein bis zwei Stunden Medienkonsum pro Tag ist für Kinder und Jugendliche mehr als ausreichend und sollte nicht überschritten werden. Es besteht ansonsten das Risiko, dass Kinder unnötig zu vielen Reizen ausgesetzt werden und Gefahr laufen, ADS zu entwickeln.

Erst die Arbeit: Die Nutzung kann auch von der Erledigung bestimmter Aufgaben, zum Beispiel Hausarbeiten, Hausaufgaben oder andere Dinge, abhängig gemacht werden. Erst wenn alles erledigt ist, darf zum Smartphone gegriffen werden.

• Kein Handy beim Essen oder im Bett: Beim gemeinsamen Essen sollte das Smartphone weggelegt und am besten auch auf „stumm“ geschaltet werden. So gibt es keine Ablenkung und echte Gespräche können am Familientisch wieder stattfinden. Auch abends vor dem Zubettgehen sollte das Handy tabu sein. Denn Kinder und Jugendliche schlafen schlechter, wenn sie abends noch lange auf den Bildschirm schauen.

Kind sitzt zu viel am Smartphone

Wege aus der Sucht

Kinder können regelrecht nach dem Smartphone süchtig werden. Kritisch wird es, wenn das Gerät kaum noch zur Seite gelegt werden kann und tägliche Aufgaben nicht mehr erledigt werden.

Wird das Kind in der Schule zunehmend schlechter und Hausaufgaben bleiben unerledigt, sollten Eltern aktiv werden.

Hausaufgaben-Kontrolle

Die Hausaufgabe zu kontrollieren, gehört für viele Eltern dazu. Andere wiederum mischen sich nicht in die schulischen Aufgaben ein. Um besser den Überblick zu behalten und den Kindern die Smartphone-Nutzung erst nach getaner Arbeit zu erlauben, ist eine Hausaufgabenkontrolle zu empfehlen.

Smartphonefreie Tage einlegen

Der Sonntag kann für jüngere Kinder als Anlass für einen smartphonefreien Tag dienen. Die Zeit kann mit der ganzen Familie sinnvoll genutzt werden, damit das Kind langfristig wieder Spaß an alternativen Aktivitäten bekommt.

Jugendliche werden das vermutlich nur schwer akzeptieren, hier basiert der Verzicht eher auf einer freiwilligen Auszeit. Für längere Offlinezeiten könnte eine Belohnung wie ein gemeinsamer Ausflug oder Ähnliches in Aussicht gestellt werden.

App als Tool zur Überwachung

Kindern und Jugendlichen fehlt oft noch das Zeitgefühl. Auf Nachfrage geben sie daher oft deutlich kürzere Nutzungszeiten an, als es tatsächlich der Fall ist. Mit einer speziellen App zum Nutzungsverhalten können sich Kinder selber kontrollieren und auch die Eltern bekommen einen besseren Überblick über das tägliche Konsumverhalten.

Handyverbot als letzter Ausweg

Hilft alles nichts und das Kind will partout sein Smartphone nicht weglegen? Auch wenn es schwer wird, als Notfallmaßnahme kann es sinnvoll sein, das Gerät für einige Tage wegzunehmen.

Diese Maßnahme sollte mehrfach angekündigt und mit dem Kind besprochen worden sein. Ist das Verbot aber erst einmal durchgesetzt, sollten Eltern nicht nachgeben und es erst zum vereinbarten Zeitpunkt zurückgeben. Im besten Fall hat das Verbot einen guten Effekt und das Kind teilt sich die Nutzung künftig besser ein.

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