Du hast keine Ahnung was abiotische Umweltfaktoren sind oder was sie bewirken ? Sie sind ein wichtiger Teil unseres Ökosystems. Wenn es dich interessiert bleib dran. Lerne hier alles Wichtige, was du dazu aus der Biologie wissen musst – auf einen Blick.
Inhalt
Abiotische Umweltfaktoren
Ein Umweltfaktor ist ein Element, das mit anderen Elementen in ständiger Wechselwirkung steht.
Abiotisch heißt unbelebt. Abiotischen Umweltfaktoren sind Einwirkungen der nicht unbelebten Natur, die direkten oder indirekten Einfluss auf Lebewesen haben. Diese können nicht beeinflusst werden.
Solche Faktoren sind:
- Wasser
- Klima- und Bodenfaktoren
- pH-Wert
- Sonnenlicht
- Schatten
- Temperatur
- Feuchtigkeit
- Wetter und Witterung (Schnee, Luft, Wind, Hagel, Dürre,…)
Biotische Umweltfaktoren
Biotisch bedeutet belebt. Zu den biotischen Umweltfaktoren zählt alles, was unter den Lebewesen passiert und eine Population beeinflusst.
- Konkurrenzverhalten
- Fressfeinde
- Kampf um Nahrung
- Krankheiten/Parasiten
- sozialer Stress
- Aggression
- Auswanderung
Biotische und abiotische Umweltfaktoren
Sie wirken sich zusammen auf Lebewesen und die Pflanzenwelt aus und dienen als wichtige Regulatoren.
Abiotische Umweltfaktoren Beispiele
Abiotische Faktoren Wasser
- pH-Wert
- Dichte
Das Wasser besitzt eine sogenannte Dichteanomalie, welche lebensnotwendig ist. Wasser hat die größte Dichte bei 4°C. Diese beträgt 1 g/cm³. Wasser was wärmer oder kälter ist dehnt sich aus und liegt wegen der geringeren Dichte immer über der 4°C Wasserschicht. Dies ist die sogenannte Dichteanomalie des Wassers. Da auch Eis eine geringere Dichte besitzt, schwimmt es oben. Gewässer frieren von oben nach unten zu, deshalb können Lebewesen wie Fische im Winter am Boden des Gewässers überleben, während die Oberfläche gefroren ist.
Abiotische Umweltfaktoren Pflanzen (Wachstum)
- Licht
- Wasser
- Boden
- Nährstoffe
- pH-Wert
- Temperatur
Was haben abiotische Umweltfaktoren für Auswirkungen auf das Pflanzenwachstum ?
Pflanzen können nur unter bestimmten Bedingungen gedeihen. Das Baumwachstum ist hiermit immer von oben genannten Faktoren abhängig. Je nach Baumart können einige unter bestimmten Bedingungen gut und andere wiederum schlechter wachsen. Folgende Grafik soll dies veranschaulichen.
Beispiel: Bäume in den Alpen
- ab ca. 900 m Meereshöhe wächst von Natur auf die Fichte häufiger → Bergmischwald entsteht mit Buche, Fichte, Tanne, Bergahorn
- ab ca. 1200 m dominieren Fichten im Nadelwald → kein Laubbaumwachstum mehr (da diese den kalten Temperaturen und dem rauen Wetter im Winter nicht standhalten können)
- mit Anstieg der Höhenlage, veränderter Boden und Temperatur, wachsen nur die Bäume, die diesen Bedingungen gerecht werden können (siehe Grafik)
Beispiel: Baumwachstum im Wald (abiotische Regulatoren/Faktoren)
- Die Buche dominiert von Natur aus in den meisten Wäldern Mitteleuropas. Sobald aber abiotische Regulatoren (z.B.: Bodenvernässung) die Buche hemmen und gute Nährstoffe vorhanden sind, dominieren jedoch Esche und Bergahorn.
- Die Schwarzerle kann trotz ihrem schnellen Wachstum nur auf sehr nassen Böden Bestände bilden. Birken keimen auf allen Böden, können jedoch nur auf sauren Nassböden mit schlechter Nährionenversorgung heranwachsen. Dort sind sie konkurrenzlos.
- Ähnliches Wachstumsverhalten weist die Kiefer auf.
- In Gebieten, wo häufig Trockenperioden herrschen und Spätfröste auftauchen, tritt die Buche zurück. Hier dominieren die licht- und wärmebedürftigen Eichen, die wenig Wasser brauchen.
Klimafaktoren | (abiotisch) | |||
Baumart | Wärmebedarf | Winterfrost-empfindlichkeit | Spätfrost- | Dürre- |
Stieleiche | ||||
Rotbuche | ||||
Hainbuche | ||||
Bergahorn | ||||
Esche | ||||
Moorbirke | ||||
Schwarzerle | ||||
Kiefer | ||||
Fichte | ||||
Tanne |
Abiotische Faktoren – Das Wichtigste zusammengefasst:
- abiotisch bedeutet unbelebt
- Abiotische Umweltfaktoren dienen als Regulatoren und können im Normalfall nicht von Lebewesen beeinflusst werden.
- die wichtigsten abiotischen Faktoren sind:
-
-
- Wasser
- Sonnenlicht
- Temperatur
- Boden (pH-Wert, Beschaffenheit,…)
- Wetter und Witterung
-
-
- Lebewesen und Organismen stehen in ständiger Wechselwirkung zueinander. Sie beeinflussen die Umgebung, werden aber auch von ihr beeinflusst.
Häufig gestellte Fragen
Was sind abiotische Umweltfaktoren ?
Das sind Faktoren der unbelebten Natur. Sie dienen als Regulatoren der Umwelt. Lebewesen und Organismen stehen in ständiger Wechselwirkung mit ihrem Lebensraum.
Wie wirken sich abiotische Umweltfaktoren auf Lebewesen aus ?
Sie wirken sich direkt oder indirekt auf Lebewesen aus.
Abiotische Umweltfaktoren sind lebensnotwendig für Tiere und Pflanzen, so wie man es am Beispiel der Dichteanomalie des Wassers sehen kann. Sie haben auch die Funktion als Regulatoren, um die Natur in einem gewissen Gleichgewicht zu halten.
Welche Umweltfaktoren gibt es ?
Biotische Faktoren (belebt):
- Konkurrenz
- Aggression
- sozialer Stress
- Räuber-Beute-Beziehung
- Parasiten
- Fressfeinde
- Auswanderung
Abiotische Faktoren (unbelebt):
- Licht
- Temperatur
- Wasser
- pH-Wert
- Boden
- Luft
- Wetter und Witterung
Für was braucht ein Ökosystem Umweltfaktoren ?
Das Ökosystem braucht Umweltfaktoren, damit es im Gleichgewicht gehalten wird. Sie dienen somit als Regulatoren. Beispielsweise gibt es eine sogenannte Selbstregulatoren, die vor Überbevölkerung schützen.
Was ist ein Ökosystem ?
Ein Ökosystem setzt sich aus der belebten (biotisch) und unbelebten (abiotisch) Natur zusammen. Pflanzen und Tiere leben bilden eine sogenannte Biozönose, also eine Lebensgemeinschaft. Diese besiedeln die unbelebte Natur.
Was ist eine Population ?
Die Population beschreibt die Gesamtheit von Individuen einer Art, die genetisch verbunden sind und in einem bestimmten, auf sie abgestimmten Lebensraum vorkommen. Sie können sich unter einander uneingeschränkt fortpflanzen (gemeinsamer Genpool).
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