Polemik – kurze Definition und anschauliche Beispiele

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Polemik? Was ist das eigentlich? Vor allen Dingen Politiker werfen sich gerne gegenseitig vor, polemisch zu sein. Hier findest du eine kurze Definition und einfache Beispiele.

Polemik ist eine Art der Argumentation. Ziel ist hier nicht unbedingt die Überzeugung des Gegenüber. Vielmehr sollen die eigenen Argumente mit allen Mitteln durchgesetzt werden.

Ein Polemik Synonym ist zum Beispiel eine unsachliche Diskussion.

Verwendet werden dabei zum Beispiel:

  • beeindruckende rhetorische Formulierungen
  • persönliche Angriffe, bis hin zu Beleidigungen
  • scharfe Aussagen
  • Übertreibungen
  • Ironie
  • Sarkasmus
  • das Strohmann-Argument → Ein Argument ohne wirkliche Aussagekraft, praktisch ein falsches Argument

Polemische Aussagen haben keine thematisch stabile Grundlage. Sie sind lediglich aufsehenerregend und deshalb effektiv, um Aufmerksamkeit zu bekommen.

Polemik Bedeutung

Die Polemik hat vor allen Dingen in politischen und wissenschaftlichen Diskussionen Bedeutung.

Besonders die Anwendung in der Politik ist problematisch, weil polemische Aussagen oft mehr Aufmerksamkeit als gehaltvolle Aussagen bekommen. Und das obwohl ihr Inhalt fragwürdig ist.

Polemische Argumentation: Ein Beispiel

Hier ein Beispiel von Donald Trumps Twitter Kanal, in dem er auf Zweifel an seiner Intelligenz antwortet:

„Sorry an alle Verlierer und Hassprediger, aber mein IQ ist einer der höchsten – und ihr alle wisst das! Bitte fühlt euch nicht dumm oder verunsichert, es ist nicht eure Schuld.“

Was lesen wir hier?

  • gleich zu Beginn eine Beleidigung: Verlierer und Hassprediger
  • es folgt eine Behauptung, bezüglich seines IQ’s, obwohl es für diese keinerlei Beweise oder argumentative Grundlage gibt
  • seine Behauptung ist mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Übertreibung
  • er schreibt “…ihr alle wisst das!” und drängt seine Gegenüber damit wiederum in eine Verteidigungshaltung
  • er schließt mit einem sarkastischen Statement gegenüber den Zweiflern

Gute Argumentation: Wie gehe ich mit Polemik um?

Du befindest dich in einer hitzigen Diskussion und bemerkst, dass dein Diskussionspartner polemisch argumentiert? So gehst du vor:

  1. Die Polemik erkennen. Hinterfrage die Aussagen deines Partnerst. Argumentiert er sauber?
  2. Wichtig! Nicht selbst polemisch werden. Polemik bringt eine sachliche Diskussion nicht voran.
  3. Die Polemik entlarven. Du hast die Polemik erkannt, jetzt kannst du ihre Inhaltsleere offenbaren.

Umgang mit Polemik: Ein Beispiel

In diesem Interview erkennt ein Interviewer die Aussage Donald Trumps als polemisch und entlarvt ihre Inhaltsleere.
Zum Kontext: Im Interview geht es um die Todesfälle aufgrund des Coronavirus.

Trump macht gleich zwei sehr absurde Aussagen:

  • Er sagt, die USA habe niedrigere Todeszahlen als die Welt → logisch hat sie das. Die Todesfälle der Welt beinhalten sämtliche Todesfälle, auch die der USA.
  • Er glaubt man müsse die Todesfälle an sich betrachten und nicht im Verhältnis zur Bevölkerung. Das ist unwissenschaftlich und nicht üblich.

Was will er damit bezwecken?

Er will die Zahlen beschönigen und damit Schuld von sich weisen, aber der Interviewer entlarvt beide Aussagen und bringt Donald Trump in Erklärungsnot.

Fazit + abschließendes Q&A

Was ist Polemik?

Eine Argumentationsmethode, bei der mit unsauberen Mitteln argumentiert wird: Beleidigungen, persönliche Angriffe, Übertreibungen.

Was bedeutet Polemik?

Polemik zielt darauf aus, Aufmerksamkeit zu generieren. Die Nutzung von polemischen Argumenten kann bedeuten, dass keine fundierten Argumente gefunden werden können oder dass es nur darum geht, möglichst viel Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.

Fazit

Polemik ist eine aufmerksamkeitserregende Argumentationstechnik. Trotzdem solltest du lieber auf sie verzichten. Sie bringt eine Diskussion nicht weiter.

Versuche lieber, sie zu erkennen, wenn sie dir begegnet. Dann kannst du sie entlarven!

Hier noch ein sehr ironisches Video voller Tipps, die man auf gar keinen Fall in einer Diskussion anwenden sollte.

Und hier lernst du, wie das Argumentieren in einer textgebundenen Erörterung funktioniert.

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