autoritaere Erziehung

Autoritäre Erziehung: Definition, Merkmale und Beispiel

Die autoritäre Erziehung ist eine der am weitesten verbreiteten Erziehungsstilen. Im Mittelpunkt stehen hier Strenge und Disziplin. Um dir ein besseres Bild von der autoritären Erziehung zu verschaffen, erfährst du hier..

.. die Definition und wichtige Merkmale der autoritären Erziehung
.. mögliche Probleme und Gefahren, die auftreten können
.. wieso Autorität in der Erziehung wichtig ist

Bist du bereit, mehr über den Erziehungsstil zu erfahren? Hier erfährst du alles.

Bis zu den 1960er Jahren wurden beinahe alle Kinder autoritär erzogen. Eltern stellen bei diesem Erziehungsstil hohe Erwartungen an ihre Kinder, weswegen Fehlverhalten schnell durch verschiedene Bestrafungsmethoden bestraft wird. Die Methoden reichen von Drohungen und Verboten bis hin zur psychischer Bestrafung.

Der Alltag der Kinder ist geprägt von Regeln, Ordnung und Strenge. Da die Kinder sich ihren Eltern bei der autoritären Erziehung stark unterordnen müssen, bleibt kaum Raum für eigenes Mitspracherecht. Somit treffen die Erwachsenen beinahe alle Entscheidungen und erlauben dabei keinen Einspruch.

Durch die hierarchische Ordnung kommt es zudem zu einer gestörten emotionalen Beziehung zwischen den Eltern und Ihrem Kind. Dieses erfährt häufig nur wenig Liebe und Zuwendung.

Ein Beispiel für die autoritäre Erziehung

Damit du dir unter dem Begriff mehr vorstellen kannst, haben wir hier ein Beispiel für dich, das den Erziehungsstil gut zeigt:

Hannah ist 7 Jahre alt und spielt gerne mit ihren Puppen. Sie hatte heute bis 12 Uhr Schule und ist eben erst nach Hause gekommen. Jetzt sitzt sie in ihrem Zimmer und spielt mit ihren Puppen. Als ihre Mutter in ihr Zimmer kommt, fragt diese sie, ob sie denn keine Hausaufgaben aufbekommen hätte. Hannah nörgelt, dass sie doch gerade erst von der Schule gekommen ist und eine kleine Pause machen möchte. Ihre Mutter wird wütend. Sie droht ihr, ihr alle Puppen wegzunehmen, wenn sie die Hausaufgaben nicht sofort macht. Hannah fängt an zu weinen, setzt sich dann aber an den Schreibtisch und widmet sich erschöpft den Aufgaben.

Typische Merkmale

  • Die Eltern stellen feste Regeln auf
  • Das Brechen dieser Regeln wird auf verschiedene Weisen bestraft
  • Sie haben hohe Anforderung an das Kind
  • Anerkennung erfährt das Kind nur, wenn es sich anpasst
  • Für die Bedürfnisse und Wünsche des Kindes gibt es nur wenig Platz
  • Emotionale Beziehung zwischen Eltern und Kind meist kühl und distanziert

Mögliche Probleme und Gefahren: Das müssen Sie wissen

Ein Kind autoritär zu erziehen, kann einige Probleme und Gefahren mit sich bringen.

Die Entwicklung des Kindes leidet in vielen Aspekten unter der Erziehungsmethode. Da das Kind immer den Regeln und Vorstellungen der Eltern folgen muss, bekommt es kaum die Möglichkeit, sich selbst zu entfalten. Die Entwicklung von Selbstständigkeit und einer eignen Persönlichkeit fällt den Kindern deswegen schwer. Des Weiteren leiden die Kreativität und Individualität stark unter dem Erziehungsstil.

So kommt es häufig zu Problemen mit dem Sozialverhalten. Kinder verhalten sich gegenüber anderen oft aggressiv und haben Probleme, sich anderen Autoritätspersonen zu fügen. Auf der anderen Seite kann es aber auch dazu kommen, dass autoritär erzogene Personen sich später in der Opferrolle wiederfinden und häufig mit dem Gefühl von Einsamkeit und Hilflosigkeit zu kämpfen haben.

In den schlimmsten Fällen kann es außerdem zu psychischen Störungen kommen. Ess- und Zwangsstörungen, sowie narzisstische oder paranoide Züge sind mögliche Folgen der autoritären Erziehung.

Autoritäre Erziehungsmethode

Die Vorteile von Autorität

Autorität in der Erziehung hat nicht nur Nachteile. Es gibt auch einige Gründe, die Autorität zu einem wichtigen Bestandteil in der Erziehung machen. Wichtig ist hierbei, dass die Eltern einen Mittelweg finden, um ihrem Kind nicht zu schaden.

  • Grenzen sorgen bei dem Kind für ein Gefühl von Sicherheit
  • Durch Ansprüche lernt das Kind, für ein Ziel zu arbeiten
  • Das Vermitteln von Werten ist grundlegend für das spätere Leben

FAQ

Welche alternativen Erziehungsstile gibt es?

Meist wird zwischen acht verschiedenen Erziehungsstilen unterschieden: Es gibt die autoritäre, antiautoritäre, laissez-faire, autokratische, autoritative, permissive, demokratische und egalitäre Erziehung.

Was versteht man unter einer antiautoritären Erziehung?

Wie der Name bereits verrät, handelt es sich bei der antiautoritären Erziehung um einen Erziehungsstil, der den Kindern möglichst viel Freiraum gibt. Es werden hierbei kaum Regeln und Grenzen gesetzt. Die Eltern behandeln ihre Kinder zudem meist mit viel Respekt.

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