Das Mittelalter

Mittelalter – einfache Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse

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Das Mittelalter ist eine sehr besondere und prägende Zeitspanne und Epoche.

Auch heute gibts es noch große Fans und man kann sich auf einem Mittelaltermarkt fühlen, als wäre man dabei gewesen.

Doch das Mittelalter war vor allem geprägt von Angst und Schrecken.

Was das Mittelalter auszeichnete, welche Eigenschaften und Merkmale es hat und wie es endete, das zeigen wir dir jetzt! 

Einfach erklärt ist das Mittelalter erst mal eine große Epoche zwischen der Antike und der Neuzeit, woher auch der Name “Mittelalter” stammt.

Das Mittelalter nimmt seinen Lauf ungefähr um 500 nach Christus mit dem Fall des römischen Reiches und endet mit der Entdeckung Amerikas, etwa 1500 nach Christus.

Es war vor allem durch den christlichen Glauben geprägt und die Menschen hielten sich strikt an die Dinge, die ihnen die Kirche sagte.

Und die Kirche nahm auch keine Scheu, den Menschen zu ihrem Willen zu beeinflussen.

Sei es von der Ständegesellschaft bis hin zu den Ablassbriefen, die Kirche hatte eine große Macht.

Doch nicht nur die Kirche spielt in einer so langen Zeit wie dem Mittelalter eine Rolle.

Mittelalter einfach erklärt

Es waren auch wichtige und düstere Ereignisse, wie die Kreuzzüge, die Pest oder Hungersnöte, die das Mittelalter prägten.

Aber auch nicht alles, was das Mittelalter so mitbrachte, ist von Angst und Schrecken verfolgt. Es entstanden zu dieser Zeit ebenfalls die ersten Universitäten und das Handwerk erlebte einen enormen Aufschwung.

Wann war das Mittelalter

Wie bereits erwähnt, reicht das Mittelalter vom 6. Jahrhundert bis zum 16. Jahrhundert und dauert damit circa 1000 Jahre.

Das ist eine sehr lange Zeit, die sich schwierig in nur einer Epoche zusammenfassen lässt.

Deshalb unterscheidet man nochmal genauer unter dem Frühmittelalter, dem Hochmittelalter und dem Spätmittelalter.

Frühmittelalter

500 n. Chr. - 1000 n. Chr.

Hochmittelalter

1000 n. Chr. - 1250 n. Chr.

Spätmittelalter

1250 n. Chr. - 1500 n. Chr.

Alle haben ihre eigenen Eigenschaften, Ereignisse und auch Zusammenhänge.

Diese zeigen wir dir im Detail gleich genauer auf.

Mittelalter Zeitraum anhand eines Zeitstrahls

Mittelalter Zeit

Das Leben im Mittelalter…

Das Leben war, wie bereits erwähnt, sehr geprägt von der Kirche und der Ständegesellschaft.

Also lass und die beiden Aspekt vorerst genauer betrachten, bevor wir uns dann mit den wichtigsten Ereignissen und Personen der verschiedenen Zeitalter des Mittelalters beschäftigen

Die Kirche und der katholischen Glauben

Gerade zu Beginn des 6. Jahrhunderts zogen viele christliche Missionare, meist aus Rom oder Irland, durch Europa, um ihren Glauben zu verbreiten.

Zu dieser Zeit glaubten die meisten Menschen nämlich noch an die germanischen bzw. nordischen Götter.

Doch der christliche Glaube setzte sich immer mehr durch und gewann an Zuspruch.

Die Kirche nutzt ihre Gemeinden, gründet Klöster und verwaltet sie.

Die Klöster werden teilweise zu den lukrativsten Wirtschaftsunternehmen einiger Städte und Ländereien.

Sie gewinnt also immer mehr Macht. Bis hin zur Zeit des Hochmittelalters, in der nahezu ganz Europa den katholischen Glauben befolgt.

Mittelalter Kirche

Die Macht der Kirche geht so weit, dass die Bischöfe sich aktiv in die Kaiserwahl einmischen und die Kirche zusätzlich immer mehr Macht über die staatliche Ebene des Landes bekommt.

Die Menschen sehen Unwetterkatastrophen und daraus folgende Missernte, die oftmals sogar in Hungersnöten oder Tod endeten, als Bestrafungen Gottes und akzeptieren die Ständegesellschaft so wie sie ist.

Und diese Angst der Menschen vor Gott und der nachfolgenden Bestrafung in Form des Fegefeuer oder sogar der Hölle, die nutzt die Kirche an der Bevölkerung voll aus.

Von der vorherigen Buße der Sünden, wie dem Fasten oder einer Pilgerreise, geht die Kirche im Spätmittelalter so weit, diese Vergebung in Form von Ablassbriefen zu verkaufen.

Papst Rom

Spätestens als der Papst viel Geld zum Bau des Doms in Rom benötigte, wurden die Ablassbriefe überall beworben.

Und genau deshalb, schrieb daraufhin ein gewisser Mönch namens Martin Luther seine 95 Thesen, die 1517 veröffentlicht wurden und damit das gesamte Kirchen-Dasein änderten.

Die Ständegesellschaft

Die Ständegesellschaft machte im Mittelalter wohl das ganze Leben aus.

Es wies von der Geburt an jedem einen Platz in der Gesellschaft zu und aus den einzelnen Ständen zu entweichen und aufzusteigen, war eigentlich unmöglich.

Der König:

Ganz oben in dieser Gesellschaft stand der König oder Kaiser eines Landes. Dieser hatte die gesamte Herrschaft über sein Königreich bzw. Kaiserreich.

Aufgrund der Stellung der Kirche war es für die Könige oftmals besonders wichtig, auch Kaiser zu werden.

Die Bevölkerung dachte, dass ihr König von Gott auserwählt worden war und hatten deshalb auch zu viel Angst, um ihn zu stürzen.

Du durftest dich als Kaiser anstatt König betiteln, wenn du nach Rom zum Papst gefahren bist und dich von ihm segnen lassen hast.

Der Adel und die Geistlichen:

An 2. Stelle und damit quasi die oberste Schicht der Bevölkerung waren die Adligen und Geistlichen.

Diese waren meist reich und hatten aufgrund ihrer Stellung das Recht, über die Schichten unter ihnen – also die Ritter und Bauern – zu bestimmen.

Sie besaßen meist viel Land.

Als Geistliche werden die Bischöfe, Päpste und Priester gesehen.

Die Ritter:

Ritter sind wohl das typische Beispiel, an das man denkt, wenn man das Mittelalter hört.

Auch wenn sie für den König eine enorm wichtige Rolle spielten, da sie für ihn in den Krieg zogen, gab es nicht sonderlich viele von ihnen.

Der König stellte ihnen meist ein kleines Land mit ein paar Bauern zur Verfügung, über das sie dann “herrschten” durften, das war aber meist nicht der Rede wert.

Teilweise werden sie deshalb allerdings auch als “kleine” Adligen bezeichnet.

Die Bauern:

Die wohl mit Abstand größte Bevölkerungsgruppe mit den wenigsten Rechten waren die Bauern.

Sie zählten zu unfreien Menschen, das bedeutet, dass sie jemanden gehörten. Sei es ein Adliger, ein Ritter oder doch der König.

Sie mussten die Arbeit erledigen und das Anbauen, was ihnen befohlen wurde, und durften nicht selbst entscheiden, wen sie heirateten oder mit wem sie Kinder bekamen.

Bauern Mittelalter

Wichtigste Ereignisse und Personen…

Kommen wir nun also zu den wichtigsten Ereignissen der einzelnen Zeitalter des Mittelalters…

Im Frühmittelalter

Das Frühmittelalter begann, wie oben bereits erwähnt, im 6. Jahrhundert und endete circa ab 11. Jahrhundert.

Die Kirche war anfänglich noch nicht so groß und es herrschten zum Teil noch andere Kulturen als das Christentum alleine.

Die Völkerwanderung

Die Völkerwanderung wird heutzutage für viele als das Bindeglied zwischen der Antike und dem Mittelalter gesehen. Das germanische Volk versuchte, in das römische Reich vorzudringen.

476 wurde dann der letzte römische Kaiser abgesetzt und Europa unterteilte sich in viele verschiedene Gebiete.

Die Wikinger

Neben dem christlichen Glauben gab es im Frühmittelalter immer noch vermehrt den Glauben an die nordischen bzw. germanischen Götter.

Diesen pflegten auch die Wikinger, die meist aus Island oder Norwegen kamen und aufgrund von Hungerkrisen auf Beutezüge nach England und Mitteleuropa gingen.

Aber mit der Zeit wurde auch das Volk weniger.

Wikinger Mittelalter

Karl der Große

Karl der Große und sein Einfluss auf das Mittelalter

Der Mann, der wohl am meisten für das Frühmittelalter und die christliche Bewegung steht.

Er war der Kaiser, der sich als Erstes als gesandten Gottes sah und so die Kirche mit dem Staat verband.

Geboren im 8. Jahrhundert, prägt er noch heute vieles vom Mittelalter und gründete neben einer Handvoll Bistümer ebenfalls eine der ältesten Schulen Deutschlands: Das Carolinum in seinem Bistum Osnabrück.

Erste Ritter im Frühmittelalter

 

Im 10. Jahrhundert entstand dann ebenfalls das Rittertum. 

Die ersten Ursprünge des Rittertums reichen bis in das 9. Jahrhundert zurück und sind im Vasallentum zu finden.

Im Hochmittelalter

Das Hochmittelalter began ungefähr im 11. Jahrhundert und endete um das Jahr 1250.
Es war zwar nicht nur eine Zeit des Krieges und des Rittertums, aber wurde dennoch davon dominiert.

Die Kreuzzüge

Die Kreuzzüge sind eines der historischsten Ereignisse des Mittelalters. Und auch heute prägen sie das Zusammenleben zwischen dem Orient und Europa.

Da die Kreuzzüge etwas zu komplex sind, um sie hier schnell zusammenzufassen, haben wir einen extra Artikel dazu. Schau ihn dir doch gerne an.

Die Hanse

Handelsgemeinschaft Mittelalter

Im 12. Jahrhundert gründeten Deutsche Kaufleute die Hanse, einen kaufmännischen Interessenverband.

Anfänglich waren nur Kaufleute in dem Verband gemeldet.

Die Hanse entwickelte sich allerdings so stark, dass zu Hochzeiten über 200 Städte der Hanse angehörten. Diese Städte waren meist aufgrund des guten Handels sehr wohlhabend.

Im Spätmittelalter

Im Spätmittelalter hatte die christliche Religion ganz Europa eingenommen.

Die Menschen sahen Umweltkatastrophen und Seuchen als Bestrafung Gottes an und trauten sich nicht, gegen höhere Gewalten vorzugehen.

Die Pest

Die Pest, auch der schwarze Tod genannt, war eine Seuche, die ihren Ursprung 1347 fand und vermutlich von Seefahrern aus Asien nach Europa gebracht wurde.

Pest

Medizinisch konnte nur sehr schlecht gegen eine solche Seuche vorgegangen werden. Deshalb starben vermutlich auch fast ein Drittel der europäischen Bevölkerung an den Folgen der Pest.

Heute weiß man, dass die Pest eine bakterielle Erkrankung war, die vermutlich von Ratten und Flöhen übertragen wurde.

Solche Masken, wie auf dem Bild, wurden übrigens getragen, um eine Infizierung möglichst zu verhindern.

Martin Luther

Martin Luther kennt wahrscheinlich jeder. Er war ein Mönch, der die Bibel für das einfache Volk übersetzte und sich der Kirche und ihren Ablassbriefen widersetzte.

Er gilt als Urheber der Reformation, es gab also vor 1517 keine evangelische Kirche.

Städte im Mittelalter und dessen Strukturen

So richtige Städte gab es im Mittelalter eigentlich kaum. Hauptsächlich gab es größere Handelsplätze, Bistümer und Burgen.

Die meisten Bauern lebten auf ihrem Stück Land, das dem König gehörte und mussten für ihn und die eigene Ernährung arbeiten.

Neben dem Land gab es die Burgen, in diesen lebten hauptsächlich die Königsfamilien und deren Diener.

Und zu guter Letzt gab es noch die Bistümer, in denen die Kloster standen und die Priester und Bischöfe lebten.

Namensherkunft des Mittelalters

Das Mittelalter verstehen

Der Name des Mittelalters ist eigentlich sehr simpel. Man bezeichnet das Mittelalter lediglich als Mittelalter, weil es in der Mitte zwischen Antike und Neuzeit liegt.

Mittelalter noch heute erleben – Mittelaltermarkt und Spiele

Auch heute sind dennoch viele Menschen von dem Mittelalter begeistert. So kannst du zum Beispiel auf Mittelaltermärkte gehen oder bei einer Show einen Schwertkampf bestaunen.

FAQ

Von wann bis wann ging das Mittelalter?

Vom 6. bis zum 16. Jahrhundert (500-1500)

Zwischen welchen Teilen des Mittelalters unterscheidet man?

Dem Frühmittelalter, Hochmittelalter und dem Spätmittelalter

Wann gab es circa das erste Rittertum?

Um 900 n. Chr.

Wer war für die Spaltung der Kirche verantwortlich?

Martin Luther

Wieso heißt es Mittelalter?

Weil es in der Mitte zwischen der Antike und der Neuzeit liegt.

Wir haben viel Mühe in diesen Artikel gesteckt und konnten dir hoffentlich das Mittelalter möglichst genau näher bringen.  Wir freuen uns riesig, wenn du uns eine Sternebewertung und einen Kommentar hinterlässt. Vielen Dank!
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