Richtig zitieren in 2021 – so geht’s

Wie zitiert man eigentlich richtig?

Schreibst du gerade eine Facharbeit, Hausarbeit oder eine andere wissenschaftliche Arbeit? Oder interessieren dich die Zitierweisen einfach so? Dann ist dieser Ratgeber genau das richtige für dich!

Hier erfährst du Schritt für Schritt, was du beim Zitieren beachten musst und wie du deine Quellen ab jetzt immer richtig angibst
– also leg’ direkt los!

Lies dir zum Einstieg die 10 wichtigsten Zitierregeln durch. Diese kannst du später als Check-Liste oder Leitfaden für deine wissenschaftlichen Arbeiten verwenden.

  1. Entscheide dich für eine Zitierweise und verwende in deiner Arbeit auch nur diese
  2. Gib alle deine Zitate mit einem Verweis im Text an
  3. Erstelle ein Literaturverzeichnis mit allen verwendeten Quellen
  4. Gib deine Quellen korrekt an
  5. Nutze nur Quellen, die vertrauenswürdig sind
  6. Übernimm alle direkten Zitate 1:1
  7. Verwende direkte Zitate nicht zu häufig und nur, wenn es sinnvoll ist
  8. Versuche möglichst Primärliteratur – also Originalquellen – zu zitieren
  9. Achte darauf, Abkürzungen deiner Zitierweise entsprechend zu verwenden
  10. Kennzeichne fremde Gedanken immer auch klar als solche, um Plagiat zu vermeiden

Anleitung zur Harvard-Zitierweise

Die Harvard-Zitierweise ist auch als Amerikanische Zitierweise bekannt und wird häufig in wissenschaftlichen Arbeiten verwendet.

Bei dieser Zitierweise wird wird die Quellenangabe im Fließtext in Klammern wiedergegeben.Die Klammer kommt jeweils ans Ende des Satzes, in dem du den fremden Gedanken wiedergegeben hast. Darin ist der Name des Autors, das Erscheinungsjahr des Werkes und die Seitenzahl angegeben.

Mit der Quellenangabe im Text verweist du auf die ausführliche Quellenangabe in deinem Literaturverzeichnis.

So sollte das Format in der Klammer aussehen: (Autor Jahr: Seitenzahl)
(Müller 2021: 67)

Beachte:

Wenn in deiner Arbeit mehrere Autoren denselben Nachnamen haben, gibst du zusätzlich den Anfangsbuchstaben mit an. Wenn mehrere Autoren an einem Werk beteiligt sind, trennst du deren Nachnamen am einfachsten mit einem Schrägstrich.

Für den Fall, dass ein Autor mehrere Werke in nur einem Jahr veröffentlicht hat, fügst du den Jahreszahlen einen Kleinbuchstaben hinzu. Also 2021a bzw. 2021b, etc.

→ Erfahre in den nächsten Kapiteln, wie du die Harvard-Zitierweise beim Anlegen deines Literaturverzeichnis, für verschiedene Quellenarten und bei direkten und indirekten Zitaten verwendest.

Es kann an deiner Schule oder Universität leichte Abweichungen von der gerade vorgestellten Harvard- bzw. Amerikanischen Zitierweise geben. Informiere dich am Besten darüber, bevor du mit deiner Arbeit loslegst.

Literaturverzeichnis anlegen – wichtige Tipps

Das Literaturverzeichnis befindet sich ganz am Ende des Fließtextes deiner Arbeit. Hier finden sich alle Quellen, die du für die Arbeit verwendet hast, wieder. Du ordnest die einzelnen Einträge in alphabetischer Reihenfolge. Das Literaturverzeichnis dient deinen Lesern dazu, die Quellen selbst noch einmal nachzulesen. Deshalb müssen deine Einträge so aufgeschrieben werden, dass die von dir benutzten Quellen anhand der Informationen wiederzufinden sind.

Informationen für Quellenangaben

Die folgenden Informationen – soweit sie vorhanden sind – sollten deine Einträge im Literaturverzeichnis jeweils benennen:

  • Autor
  • Titel
  • Erscheinungsjahr
  • Erscheinungsort
  • Auflage
  • Verlag
  • Herausgeber

Wichtig: Verwendest du Internetquellen, dann gibst du zusätzlich die URL und dein letztes Abrufdatum an.

Format der Quellenangaben

Wie eingangs beschrieben, entscheidest du dich zu Beginn für eine Zitierweise. Das Format der Quellenangaben im Literaturverzeichnis hängt von deiner gewählten Zitierweise ab. Die Unterschiede sind aber nicht allzu groß:

Harvard-Zitierweise / Amerikanische Zitierweise

Name, Vorname (Jahr): Titel: Untertitel, Auflage, Ort: Verlag.

APA-Richtlinie

Name, Initiale des Vornamens (Jahr). Titel: Untertitel (Auflage). Verlag.

(Hier findest du alle Infos zur APA-Richtlinie)

Deutsche Zitierweise

Name, Vorname: Titel: Untertitel, Auflage, Ort: Verlag, Erscheinungsjahr.

→ Frag am Besten vorab deinen zuständigen Betreuer, welche der Zitierweisen du verwenden sollst.

Verschiedene Quellenarten

Darüber hinaus unterscheiden sich die Quellenangaben im Literaturverzeichnis je nach Art der Quelle. Deshalb ist es wichtig, zuerst die jeweilige Art der von dir benutzten Quelle zu bestimmen.

Wenn du dich für die Harvard-Zitierweise entschieden hast, sehen deine Angaben je nach der Quellenart wie folgt aus:

Monographie

hier gibst du die Quelle einfach wie im Format der Quellenangabe oben wieder, also:
Name, Vorname (Jahr): Titel: Untertitel, Auflage, Ort: Verlag.

Aufsätze aus Sammelbänden

Ein Beispiel mit mehreren Verfassern und Herausgebern:
Name, Vorname des Autors / Name, Vorname des Autors (Jahr): Titel des Beitrags. Untertitel. In: Vorname. Name der Herausgeber (Hrsg.).Titel Sammelband. Untertitel (Seitenangabe). Ort: Verlag.

Fachzeitschriftenartikel

Name, Vorname des Autors (Jahr): Titel. Untertitel. Name der Zeitschrift Jahrgang (Heftnummer), Seitenangabe.

Artikel in Tageszeitungen

Name, Vorname des Autors (Jahr): Titel des Beitrags. Untertitel. In Name der Zeitung Ausgabenummer (soweit vorhanden) vom Datum, Seite (soweit vorhanden).

Internet-Zitate

Name, Vorname des Autors / Herausgebers (Jahr): Titel. Untertitel. Link. Datum zuletzt geöffnet.
→ Es können auch Institutionen als Herausgeber von Online-Quellen genannt werden.

Wie zitiere ich richtig? – Beispiele

Hier findest du einige Beispiele dafür, wie du Quellenangaben im Literaturverzeichnis zitierst. Lies sie dir aufmerksam durch und versuche sie anschließend den gerade vorgestellten Quellenarten zuzuordnen.

  1. Günter, Thomas (2013): Jugendmedienschutz bei jugendschutz.net. In: Friedrichs, Henrike / Junge, Thorsten / Sanders, Uwe (2013): Jugendmedienschutz in Deutschland, Wiesbaden: Springer VS
  2. Habermas, Jürgen (2007): Keine Demokratie kann sich das leisten. In Süddeutsche Zeitung vom 16.05.2007
  3. Röser, Jutta (2019): Das mediatisierte Zuhause im Wandel: eine qualitative Panelstudie zur Verhäuslichung des Internets. Wiesbaden: Springer VS
  4. Schulz, Wolfgang / Dreyer, Stephan (2020): Stellungnahme zum Entwurf eines zweiten Gesetzes zur Änderung des Jugendschutzgesetzes. Leibniz Institut für Medienforschung. Hans-Bredow-Institut, https://www.hans-bredow-institut.de/uploads/media/default/cms/media/rrfjs70_HBI_Stellungnahme_JuSchG-E-1.pdf, 02.03.2021
  5. Spürck, Dieter (2002): Wer kontrolliert wen und was? Gesetzeslage und Institutionen. In: Thema Jugend 2. 2002. 9-11

Hier geht's zu den Lösungen

  1. Aufsatz in einem Sammelband
  2. Artikel in einer Tageszeitung
  3. Monographie
  4. Internet-Zitat
  5. Fachzeitschriftenartikel

→ Hast du alles richtig zugeordnet?

Das direkte Zitat – was du beachten musst

In einem direkten Zitat gibst du wörtlich wieder, was im Originaltext steht. Du kannst sowohl einzelne Wörter als auch gleich ganze Sätze oder Textpassagen direkt zitieren.

Wenn du ein direktes Zitat in deiner Arbeit wiedergeben möchtest, musst du es immer in Anführungszeichen setzen. In die Klammer dahinter schreibst du dann deine Quelle zu dem Zitat.

Zum Beispiel:
“Das korrekte Zitieren von direkten Zitaten ist wichtig” (Müller 2021: 90)

Bedenke aber, dass du direkte Zitate vorsichtig einsetzen solltest.

Das indirekte Zitat – wie es richtig verwendet wird

Paraphrasieren – oder indirekt zitieren – ist die Alternative zum direkten zitieren. Hierbei gibst du einen fremden Gedanken in deinen eigenen Worten wieder. Du zeigst damit, dass du den Inhalt der Quelle verstanden hast.

Achte beim indirekten Zitat darauf, den Originaltext sinngemäß wiederzugeben. Dabei darfst du den Inhalt aber natürlich nicht verändern. Anschließend musst du die Quelle richtig zitieren. Und das geht so:

Beispiel:
Bei indirekten Zitaten sei es wichtig, dass die sinngemäße Wiedergabe der ursprünglichen Aussage nicht zu ähnlich sei (vgl. Müller 2021: 98).

In Fußnoten auf Quellen verweisen – so geht’s

Für die Harvard-Zitierweise beziehungsweise die amerikanische Zitierweise werden keine Fußnoten sondern Klammern verwendet.

Anders sieht das bei der Deutschen Zitierweise aus. Hier findet sich im Fließtext anstelle der Klammer eine Fußnote wieder. Auf der gleichen Seite befinden sich im Fußnotenbereich dann die jeweiligen Informationen dazu. Beachte, dass hier nun eine vollständige Quellenangabe mit Seitenzahl anzugeben ist.

So sollte das Format im Fußnotenbereich aussehen:
Name, Vorname: Titel: Untertitel, Auflage, Ort: Verlag, Erscheinungsjahr, Seite.

Wenn du ein direktes Zitat einbaust, kommt die Fußnote unmittelbar ans Ende des zweiten Anführungszeichens.

Zuletzt musst du beachten, dass die Fußnote bei indirekten Zitaten nach dem Satzzeichen folgt. Im Fußnotenbereich wird wie gehabt ein vgl. vor die eigentlichen Quellenangaben gesetzt.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie zitiere ich richtig aus einem Text?

  • Gib den fremden Gedanken wieder
  • Wähle eine Zitierweise aus (behalte diese die gesamte Arbeit bei)
  • Je nach Zitierweise: Informationen zur Quelle im Fließtext in einer Klammer oder in einer Fußnote angeben
  • Quelle ins Literaturverzeichnis eintragen

Wann sind direkte Zitate sinnvoll?

  • bei genauen Definitionen
  • zum Belegen deiner Argumente
  • um Formulierungen zu übernehmen, die sich nicht sinngemäß wiedergeben lassen

Wie muss ich ein Zitat kennzeichnen?

→ Setze zum Kennzeichnen Anführungszeichen (“…”) um das Zitat.

War dieser Artikel hilfreich? Lass uns gerne einen Kommentar mit deiner Meinung dazu da! Damit hilfst du uns, unsere Beiträge stets zu verbessern.

Hier kommst du zu unseren Ratgebern für die Bereiche Deutsch, Mathematik, Englisch und Nebenfächer.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.