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Eutrophierung im See – Ursachen und Folgen

Ist dir der Begriff “Eutrophierung” auch schon mal über den Weg gelaufen, nur weißt nicht viel damit anfangen zu können? Dann bist du hier genau richtig!
In diesem Artikel erklären wir dir nämlich die Eutrophierung am Beispiel eines Sees. Was hat es mit einer Eutrophierung im See auf sich? Wie entsteht sie und welche Folgen hat sie für die Umwelt?

Eutrophierung – Was ist das?

Der Begriff “Eutrophierung” kommt aus der Ökologie und bezeichnet die Anreicherung von Nährstoffen in einem Ökosystem. Meistens schadet eine übermäßige Anreicherung von Nährstoffen der Umwelt, weil es ein Ökosystem, wie z.B. das eines Sees, aus dem Gleichgewicht bringen kann.

Wie entsteht eine Eutrophierung im See?

Bei der Eutrophierung im See reichern sich übermäßig viele Nährstoffe an, wie z.B. Stickstoffverbindungen und Phosphate. Sie bewirken, dass sogenannte Grünalgen sich rasch im See vermehren, da die Stickstoffverbindungen und Phosphate eine gute Nahrungsgrundlage für die Algen darstellen.

Grünalgen auf dem Teich

Da stellt sich dir bestimmt die Frage, warum so eine große Vermehrung von Grünalgen überhaupt einem See schaden kann?

Zu viele Grünalgen im See führen dazu, dass der See irgendwann “umkippt”, also unbewohnbar wird. Durch die Anreicherung der vielen Nährstoffe und Algen im See sinkt der Sauerstoffgehalt irgendwann so tief, dass keine Fische und andere Lebewesen mehr dort überleben können und alle Tiere sterben!

Toter Fisch im See

Das Absterben der Algen erzeugt dann wiederum, dass sie unter einem hohen Sauerstoffverbrauch abgebaut werden und wieder Nährstoffe freigesetzt werden. Dies führt letztendlich zu einer erneuten Algenentwicklung.

So entsteht ein schwer zu durchbrechender Teufelskreis:

Eutrophierung Zyklus

Ursachen und Folgen

Wie kommt es zu einer übermäßigen Nährstoffzufuhr?

Die Eutrophierung im See oder in anderen Gewässern wird hauptsächlich durch den Menschen verursacht. Die Hauptursache ist die Überdüngung in der Landwirtschaft. Überschüssige Nährstoffe, wie Nitrat und Phosphat werden ausgewaschen, fließen an der Oberfläche der Erde ab oder werden durch das Grundwasser ausgeschwemmt und gelangen so in Seen und Gewässer.

Auch Industrie und Verkehr tragen Stickstoff und Phosphate in die Gewässer ein. Durch diese menschgemachten Prozesse steigt der Nährstoffgehalt um ein vielfaches schneller an, als das natürlicherweise der Fall wäre.

Düngung in der Landwirtschaft

Was macht es mit der Umwelt?

Die Eutrophierung hat zur Folge, dass der See oder andere Gewässer irgendwann unbewohnbar werden und zu einem massiven Sterben von Fischen, Schnecken, Muscheln und Krebsen führt. Je mehr Gewässer von der Eutrophierung betroffen sind, desto mehr Lebensräume und Biodiversität (biologische Vielfalt an Lebewesen) gehen verloren. Im schlimmsten Fall kann es dazu führen, dass bestimmte Tierarten aussterben und Ökosysteme durcheinander gebracht werden.

Was kann man gegen Eutrophierung tun?

Um der Eutrophierung von Gewässern vorzubeugen, müssen wir darauf achten, dass landwirtschaftliche Flächen nicht überdüngt werden. Das kann man zum Beispiel durch Gesetze erreichen, die die Verwendung von Dünger strenger regeln. Laut dem Umweltbundesamt hat die Verbesserung von Kläranlagen in Deutschland bereits dafür gesorgt, dass der Eintrag von Nitrat und Phosphor in Nord- und Ostsee zurückgegangen ist.

Ostsee Dünen Meer

Außerdem wird empfohlen, um den See oder Teich herum viele Bäume zu pflanzen, weil sie Schatten spenden und somit den Grünalgen das Sonnenlicht nehmen, wodurch sie sich weniger vermehren können. Dadurch kann der Nährstoffeintrag in Gewässern ebenfalls reduziert werden. Das zeigen z.B. die Forschungsergebnisse der Uni Koblenz-Landau.

Wenn du möchtest, kannst du dir hier noch mal ein YouTube-Video zum Thema “Eutrophierung im See” anschauen:

Ökosystem See - Eutrophierung

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FAQ - Eutrophierung im See

Der Begriff “Eutrophierung” kommt aus der Ökologie und bezeichnet die Anreicherung von Nährstoffen in einem Ökosystem. Meistens schadet eine übermäßige Anreicherung von Nährstoffen der Umwelt, weil es ein Ökosystem, wie z.B. das eines Sees, aus dem Gleichgewicht bringen kann.

Um der Eutrophierung von Gewässern vorzubeugen, müssen wir darauf achten, dass landwirtschaftliche Flächen nicht überdüngt werden. Das kann man zum Beispiel durch Gesetze erreichen, die die Verwendung von Dünger strenger regeln.

Bei einer Eutrophierung, auch Nährstoffübersättigung genannt, reichern sich übermäßig viele Stoffe an, wie z.B. Stickstoffverbindungen und Phosphate. Sie bewirken, dass sich sogenannte Grünalgen rasch im See oder in anderen Gewässern vermehren, da die Stickstoffverbindungen und Phosphate eine gute Nahrungsgrundlage für die Algen darstellen.

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