impressionismus

Impressionismus (1860-1920) – Eine Einführung in die Kunst des Lichts

Wusstest du, dass die Erfindung der Fotografie maßgeblich die Kunst veränderte? Möchtest du wissen was die Fotografie und den Impressionismus verbindet?

Wir erklären dir gerne mehr über den Impressionismus. Hier findest du alles, was du über die Kunst des Lichts und der kurzen Pinselstriche wissen musst!

Lass uns direkt damit anfangen!

Der Impressionismus ist eine Schule der Kunst, die sich besonders auf die Darstellung von Szenen des alltäglichen Lebens fokussiert. Besonders Landschaftsgemälde und die Freizeitbeschäftigungen einfacher Bürger waren bei den Künstlern des Impressionismus von Interesse.

Dabei wird die Kunst durch kurze Pinselstriche und helle Farben charakterisiert. Zudem sind Objekte in impressionistischen Gemälden immer sehr formlos und vage dargestellt.

Camille Pissarro - Le Jardin de Mirbeau aux Damps (1891)

Wenn man über die Kunst des Impressionismus spricht, ist es schwer, eine genau Zeitspanne festzulegen. Allgemein spricht man von Impressionismus Zeitraum von circa. 1860-1920.

Impressionismus kommt aus dem Französischen: l’impressionnisme, der Eindruck. Der Name “Impressionismus” hatte nicht immer einen positiven Klang. Kritiker liebten es, den neuen Kunststil als unfertige Arbeiten abzustempeln.

Impressionismus Musik – Eine kurze Einführung in die Klangwelt der Impressionisten

Obwohl der Impressionismus in der Kunstwelt weiterverbreitet war, gab es auch Musiker, die sich der Denkschule zuwandten. Das bekannteste Beispiel dafür ist Claude Debussy.
 
Dabei fokussiert sich die impressionistische Musik, genau wie ihre Cousine die Malerei, mehr auf den Augenblick. Die Themen der impressionistischen Musik sind auch Natur und Phänomene sowie zum Beispiel eine wolkenlose Nacht oder ein Sturm im Herbst.

Dazu kommt dass die Stücke, strikte Kompositionsregeln und die durchstrukturierte Form ihrer Vorgänger wie der Romantik und der Wiener Klassik strikt ablehnen.

Impressionismus in der Musik kann durch einen fast formlosen und chaotischen Klang charakterisiert werden. Es geht nicht darum, ein nachvollziehbares Stück Musik zu kreieren, sondern einen Moment in seiner Wirkungskraft festzuhalten.

Impressionismus Literatur – Ein Einblick in das geschriebene Wort der Impressionisten

Im Vergleich zur Kunst und Musik ist es schwerer, den Impressionismus in der Literatur zu definieren. Viele Werke der impressionistischen Literatur könnten als Werke des Symbolismus interpretiert werden.

Impressionismus Literatur fokussiert sich auf die innere Gefühlswelt eines Protagonisten. Dabei immer in einem bestimmten Moment, ohne zu versuchen seine Gefühle oder Gedanken zu erklären.

Virginia Woolf, Englische Schriftstellerin

Die Literatur der Impressionisten ist sehr stark mit Assoziationen verbunden. Daher ist es oft sehr schwer für den Leser, den Inhalten eines Texts zu folgen. Dazu kommt, dass es den Autoren oft selbst schwerfällt, impressionistische Werke zu kreieren.

Der Leser von Impressionismusliteratur fühlt mit dem Protagonisten, was oft zu Verwirrung führen kann. Es gibt keine universellen Emotionen, da unsere Gefühle subjektiv sind. Der Roman Mrs. Calloway der englischen Schriftstellerin Virginia Woolf wird als einer der besten impressionistischen Romane angesehen.

So erhielt die Schule der Kunst ihren Namen

Viele Kunstkritiker, auch Louis Leroy, der von manchen als Schöpfer des Namens angesehen wird, benutzen die Bezeichnung Impressionismus als abwertend. Zu der Zeit, in der die Kunstrichtung entstand, empfand man die Malerei als die Kunst fauler Künstler.

Nach der Meinung von Kritikern haben Impressionismus Bilder keine echte Struktur und die Künstler bemühten sich nicht bei ihrer Arbeit.

Besonders der Franzose Théophile Gautier war damit seiner Zeit voraus. Bereits 1860 nutzte er den Bergriff “Impression”, um Daubignys Kunst zu beschreiben. Dabei nutzte er den Begriff als Wertung. In Gautiers Augen war Daubignys Kunst zu flüchtig gemalt.

impressionismus frankreich
Charles-François Daubigny - Der Frühling (1862)

„Erstentwurf für ein Tapetenmuster sei ausgereifter als dieses Seestück von Monet“ – Louis Leroy

Wirklich etabliert wurde der Begriff als Name für die Kunstrichtung, erst in der Boulevard des Capucines 35 in 1874.

Natürlich entwickelten sich auch Folgestile aus dem Impressionismus, sowie der Expressionismus. Jedoch blieben viele Künstler zeit ihres Lebens dem Impressionismus treu.

impressionismus monet
Claude Monet - Getreideschober (1890)

Ein Freund Gustave Courbets, vielleicht kennst du schon Courbets realistische Werke, verteidigte die junge Impressionismus Künstler gegen Kritiker. Sein Name war Jules-Antoine Castagnary.

Er war auch derjenige, der die Kunstrichtung in Anlehnung an Monets “Impression – soleil levant” den Impressionismus taufte.

Historischer Hintergrund – Alles was du über die Epoche wissen musst

Europa war während der Zeit des Impressionismus stark vom Industrialismus und den Echos verschiedener Volksrevolutionen geprägt.

Besonders Frankreich, das nach der blutigen Abschaffung der Monarchie den Kapitalismus als erstes Land Europas einführte, veränderte seine Sozialstrukturen extrem.

Mit dem Industrialismus kamen auch neue Erkenntnisse der Wissenschaft. Das wichtigste und wohl bekannteste Beispiel dafür ist Darwins Evolutionstheorie, die für eine andere Kunstrichtung besonders wichtig ist.

Spoiler Alert: Dieser Kunststil ist die Schauerromantik.

In Licht aller wissenschaftlichen und technologischen Durchbrüche veränderte sich auch die Weltanschauung vieler Menschen. Die Industriellerevolution vermittelte vielen das Gefühl, dass die Welt nun keine Geheimnisse mehr hatte.

Besonders Impressionisten waren von diesem Denken stark geprägt.

Jedoch gab es auch Umstände, die die Menschen wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholen sollten. Diese möchten wir euch im nächsten Teil gerne näher erklären.

Impressionismus Frankreich – Die große Schwester

Édouard Manet hat bereits in den 1860s den Grundgedanken des Realismus weitergeführt. Der Realismus war der Vorläufer des Impressionismus und lehnte strikt die strengen akademischen Regeln der Kunst ab.

Der Realismus entstand mit der Absicht, die Lebensrealität einfacher Bürger festzuhalten. Was heute als etwas Selbstverständliches angesehen wird – wir filmen und fotografieren unseren Alltag ständig – war zu jener Zeit skandalös.

Wenn du mehr über den Realismus erfahren möchtest, kannst du gerne unseren Blog Realismus (Kunst) – Die Epoche der Kunst einfach erklärt zum Thema lesen!

Obwohl der Impressionismus auf dem Realismus basiert, unterscheiden sie sich stark in der Intention und Farbgebung. Der Realismus ist ein Kunststil, der sehr dunkle, erdige Töne verwendet. Die Motive können auch bedrückend sein.

Der Impressionismus legt einen stärkeren Fokus darauf, schöne Momente im Leben darzustellen. Der Industrialismus ermöglicht den französischen Bürgern die Chance auf neuen Reichtum.

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Pierre-Auguste Renoir - Tanz im Garten der Moulin de la Galette (1876)

Die Arbeit ist immer noch hart, besonders in den neuen Fabriken in den Großstädten, die durch sie neu entstehen. Jedoch können die Arbeiter und ihre Familien, ihre Freizeit am Wochenende und nach Schichtende genießen.

So wirst du in Impressionismus Bildern Motive sehen, die die Freizeit der einfachen Bürger widerspiegeln.

Die erste moderne Fabrik der Geschichte ist eine Baumwollspinnerei, die mit Wasserkraft betrieben wurde. Sie wurde 1771 vom Engländer Richard Arkwright gegründet.

Probleme des Kunststils in Frankreich

Jedoch wurde die wirtschaftliche Kraft Frankreichs stark durch einen neuen Krieg erschüttert. In Folge des Deutsch-Französischen Kriegs von 1870-1871 musste Frankreich als Verlierer das Gebiet Elsas-Lothringen an Deutschland abtreten.

Dazu kommt, dass Frankreich Reparationszahlungen an Deutschland leisten musste. In Folge dessen gab es 1873 eine Wirtschaftskrise. Als Konsequenz daraus werden konservative Mächte in Frankreich stärker.

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Edouard Manet - Das Frühstück im Grünen (1863)

Diese Kräfte lehnen den Impressionismus stark ab. Sie möchten der Welt ein Bild einer geregelten und intellektuellen Gesellschaft vermitteln. In dieses Selbstbild passt der Impressionismus nicht.

Die jungen Impressionismus Künstler können nur schwer ihre Bilder verkaufen. Vor der Wirtschaftskrise gab es Interessenten, aber die neue Macht der konservativen Stimmen und Ablehnung des experimentellen Kunststils macht den Impressionismus zu einer brotlosen Kunst.

In den späteren Jahren des Impressionismus fand der Kunststil neue Anhänger. Trotzdem waren viele Impressionisten zeit ihres Lebens arm.

Impressionismus  Deutschland – Die kleine Schwester

Der Impressionismus in Deutschland unterscheidet sich stark von seinem französischen Vorgänger, da er sich aus dem Naturalismus entwickelte. Daher sind die Motive sowie die Farbgebung nicht direkt mit dem französischen Impressionismus vergleichbar.

Aus dem Realismus entwickelte sich der Naturalismus, aus dem dann der Impressionismus entstand. Naturalismus ist eine Schule der Kunst, die auf der exakten Beobachtung der Gesellschaft und Natur beruht.

impressionismus bilder
Paul Klimsch - Schlafender Jaguar

Naturalismus war besonders bei deutschen Künstlern beliebt. Deutscher Impressionismus ist in allen Zweigen des Impressionismus am stärksten von Naturalismus beeinflusst.

Der Naturalismus fokussierte sich im Gegensatz zum Realismus stärker auf die Darstellung von Landschaften und der Natur. Vielleicht klingt das für dich nun mehr nach der Romantik, jedoch verzichtet der Naturalismus auch auf die Verherrlichung der Natur.

Manche Impressionisten hatten auch guten Humor. Als Manet 1880 ein großzügiges Trinkgeld für sein Gemälde Une botte d’asperges des begeisterten Käufers erhielt, malte er einen einzelnen Spargel auf eine extra Leinwand.

Du musst nämlich wissen, das Une botte d’asperges ein Gemälde eines Bunds Spargels ist. Manet scherzte, dass ein einzelner Spargel aus dem Bund gefallen sei und er ihn dem Käufer des Bilds gerne zukommen lassen wollte.

Probleme des Kunststils in Deutschland

Jedoch gab es auch in Deutschland sehr laute Kritik für den Impressionismus. Besonders Karl Lamprecht und Eckart von Syndow waren offene Gegner des Impressionismus.

Lamprecht war Historiker und Professor für Geschichte in Leipzig. Von Syndow war ein Kunsthistoriker und Sozialwissenschaftler. Beide waren der Meinung, dass Impressionismus nur existiert, weil das Bürgertum plötzlich an politischer und sozialer Macht gewann.

Der Grund dafür ist, dass die Motive des Impressionismus eher die bürgerliche Schicht darstellen und ansprechen.

Lesser Ury - Unter den Linden (1922)

Besonders Lamprecht äußerte sich kritisch, weil seiner Meinung nach jede Kunst, die nur Vergnügungen darstellt keinen Mehrwert hat. Impressionismus Bilder hatten jedoch kein anderes Ziel, als eben jene schönen Seiten des Lebens darzustellen.

Dazu kommt, dass er strikt den Stil der Malerei ablehnte.

Entstehungsgeschichte – Einer der ersten mordernen Kunststile

Der Impressionismus wurde erst dank zwei neuer Erfindungen möglich gemacht. Zu einem die Fotografie, zum anderen die Entwicklung von Farben in Bleituben.

Dazu kommt die Entdeckung des Infrarots, sowie neue Erkenntnisse in der Farbenlehre. Farben sind immer Licht abhängig, da Farben durch gebrochnes oder gebundenes Licht entstehen.

Menschen nehmen Farben anders war als Tiere. Wusstest du schon, dass Menschen 20 Millionen Farben sehen können? Eine Biene kann zwar kein Rot sehen, aber Farben, die wir normalerweise nie sehen würden, da sie UV-Licht sehen können.

Jedoch gibt es Menschen, die auch UV-Licht wahrnehmen können. Sie haben 4 anstatt 3 Farbrezeptoren im Auge, was sonst nicht bei Menschen vorkommt. Man nennt sie Tetrachromaten.

Ölfarben wurden bis zur Erfindung von Bleituben als Farbbehältern in Schweineblasen gelagert. Diese Scheineblasen waren extrem empfindlich. Daher konnten Künstler nur in ihren Studios arbeiten.

Nachdem Ölfarben in Bleituben an Künstler verkauft wurden, konnten diese in der freien Natur arbeiten. Dieser Umstand veränderte maßgeblich ihre Wahrnehmungen sowie die Darstellung der Farben in ihrer Umgebung.

View from the Window at Le Gras colorized 2020

In 1826 erfanden die Franzosen Joseph Nicéphore Niépce und Louis Jaques Mandé Daguerre die Fotografie. Mit der Erfindung der Fotografie war Kunst plötzlich von der Aufgabe der Dokumentation befreit.

Naturgetreue Darstellungen in der Kunst waren nun Aufgaben der Fotografie. Deswegen kannst du beim Impressionismus von einem der ersten experimentellen Kunststile sprechen.

Moderne Kunst zielt öfter darauf ab, Emotionen zu erwecken. Es geht darum, was du in einem Kunstwerk siehst, anstatt zu versuchen, zu entschlüsseln, was dir ein Kunstwerk sagen will.

Deswegen wurde der Kunststil von so vielen Kritikern und Betrachtern stark kritisiert. Moderne Kunststile haben oft nicht die Absicht, bildend oder dokumentierend zu sein. Dazu kommt, dass sie nicht immer der allgemeinen Ästhetik entsprechen.

Daher ist eine sehr gängige Kritik, dass moderne Kunst keinen Mehrwert hat.

Impressionismus Malerei – Diese Mermale musst du kennen

Da du nun die Grundlagen des Impressionismus kennst, können wir damit beginnen, dir die Merkmale des Kunststils näher zu bringen.

Wie charakterisiert man Impressionismus?

Der Kunststil nutzt sehr helle Farben – es ist die Kunst des Lichts. Es werden kaum schwarze oder erdige Töne genutzt. Obwohl der Realismus der Vorreiter war, fokussiert sich Impressionismus stark auf die Darstellung von Licht und die Weichzeichnung durch sanftes Licht.

Die Motive und Farbgebung werden stark durch den Umstand, dass die Bilder unter freiem Himmel entstanden, beeinflusst. Dazu kommt, dass die Motive des Impressionismus nicht besonders drastisch, tragisch oder sozialkritisch sind.

Es geht vielmehr um das Gefühl eines Moments, diese Momente sind oft mit Freude verbunden. Zum Beispiel der Freude am Leben und der Freude an der Schönheit des Moments.

Pinselführung

Die Pinselstriche sind sehr deutlich und Objekte haben keine festen Umrisse.

Als Folge dessen wirkt die Pinselführung im Impressionismus besonders flüchtig. Es gibt keine langen Pinselstriche.

Kurze Pinselstriche erlauben schnelles Arbeiten und erzeugen den Eindruck eines flüchtigen Moments.

Motive

Im Gegensatz zum Realismus soll der Impressionismus die Freizeit der Arbeiter darstellen und nicht ihre harte Arbeit. So wie Van Goghs Caféterrasse am Abend (1888).

Die Objekte im Bild haben keine festen Umrisse. Nichts ist greifbar, auf die Ferne kann man mehr erkennen. Es geht nicht um die Dokumentation eines Gegenstands, sondern um die Dokumentation eines Gefühls.

Die Natur wird wieder als schön dargestellt sowie in der Romantik jedoch ohne strenge Kompositions- und Darstellungsregeln. Auch wird auf die Verherrlichung der Natur verzichtet.

Das Licht und das Gefühl des Moments stehen im Vordergrund, nicht die Erhabenheit der Natur.

Farbgebung

Schatten werden im Impressionismus in der Regel nicht mit Schwarz dargestellt, sondern mit dunklen Violett– und Blautönen. Farbmischungen entstehen nicht auf der Palette, sondern auf der Leinwand.

Dadurch wird eine Farbgebung erzeugt, die es in der Kunst bisher noch nicht gegeben hat.

Licht

Die Darstellung von Licht ist für den Impressionismus besonders wichtig. Neue Erkenntnisse in der Farbenlehre machten die Farbgebung des Impressionismus erst möglich.

Durch die Freilichtmalerei konnten Künstler auch besser verstehen, wie sich Licht in der freien Natur verhält. Sie geben ihre Erkenntnisse in ihrer Arbeit wieder.

Impressionismus wird auch als die “Kunst des Lichts” bezeichnet, da die Künstler sich so auf die Darstellung und den Effekt des Lichts konzentrieren. Vorher war Kunst oft sehr dunkel, zum Beispiel im Klassizismus und dem frühen Realismus.

Komposition

Die Kompositionen sind in bestimmten Bereichen stark geballt und in anderen gibt es einen offenen Raum. Es kommt davon, dass der Impressionismus stark von japanischer Kunst inspiriert wurde.

Besonders Frankreich und Dänemark pflegten besonders gute Handelsbeziehung zu Japan, das für länge Zeit keine Fremden ins Land lies. Die guten Beziehungen werden besonders deutlich, wenn man den kulturellen Austausch dieser Länder betrachtet.

Fukae Roshū - Vier Jahreszeiten 1 und 2

Die Kompositionen sind auch an Schnappschüsse angelehnt, es geht nicht darum, perfekt zu komponieren, sondern einen Moment festzuhalten. Besonders frühe Schnappschüsse waren verschwommen und oft waren Teile des Motives nicht ganz sichtbar.

Funktion

Impressionismus soll das Gefühl eines Moments festhalten. Impressionisten gehen davon aus, dass wir alles dasselbe fühlen.

Kunst und ihre Betrachtung ist jedoch subjektiv. Unsere eigenen Erfahrungen und unsere Leben sind zu verschieden, um alle das Gleiche zu fühlen.

Impressionismus Maler – Triff zwei der interessantesten Künstler des Kunststils

Obwohl der Impressionismus in Frankreich entstand, hat er sich über die ganze Welt verbreitet. Zuerst in Europa, dann in Amerika und dem Rest der Welt.

Die Zahl der heute bekannten Künstler ist zu groß und nur Namen von Künstlern zu kennen und nicht ihre Werke, wird dir nicht viel bringen.

Du kennst bestimmt Monet und Van Gogh. Später werden wir auch zwei ihrer Gemälde analysieren. Aber wusstest du, dass viele Frauen Impressionisten waren?

Die Frauen des Impressionsmus

Mary Cassatt ist eine amerikanische Künstlerin, die nach Paris auswanderte. Dort freundete sie sich mit den lokalen impressionistischen Künstlern an. Sie wurde für ihre Darstellung von Kindern und Müttern bekannt.

Später wandte sie sich dem Druck zu, besonders inspiriert wurde sie dabei vom Japanischen Farbholzblockschnitt.

Durch ihre Arbeit und den Austausch zwischen der französischen und amerikanischen Kunstgemeinde, wurde sie eine der wichtigsten Figuren im amerikanischen Impressionismus.

Mary Cassatt - La Toilette (1891)

Berthe Marie Pauline Morisot war gebürtige Französin und die erste Frau im Zirkel der französischen Impressionisten. Zeit ihres Lebens war sie eng mit dem Künstler Éduard Manet befreundet.

Sie nahm an der ersten Ausstellung impressionistischer Werke in Paris teil. Auch sie fokussiert sich bei ihren Motiven auf Bilder, die Familienleben darstellen. Außerdem malte sie auch Innenräume und Landschaften.

Berthe Morisot - Rückenansicht einer jungen Frau in Festkleidung (1875–1880)

Impressionismus Monet – Eine Bildanalyse von ‘Impression – Sonnenaufgang’ 

Motive

Zu sehen ist der Hafen in Le Havre, Claude Monets Heimatort. Die Szene stellt den Moment des Sonnenaufgangs dar, den Monet von seinem Hotelzimmer aus beobachtete.

Du kannst mehrere Boote und den Hafen im Hintergrund ausmachen, jedoch stehen sie nicht im Mittelpunkt des Gemäldes. Viel mehr geht es um den Moment, in dem die Sonne aufgeht. Sonnenlicht wird auf der Wasseroberfläche wieder gespiegelt und die Farbgebung des Gemäldes passt sich der Tageszeit an.

Komposition und Farbe

Räumlichkeit wird nicht durch strikte Komposition kreiert, jedoch hilft die Farbgebung dabei Räumlichkeit zu erzeugen. Das Boot im Vordergrund ist dunkler gehalten, weil es räumlich näher an Monet war, daher konnte er es besser sehen.

Je stärker das Licht auf Objekte geworfen wird, desto weicher und formloser wirken sie.

Pinselführung

Besonders in der Bewegung der Wellen kannst du wunderbar die Pinselführung erkennen: kurze, breite Pinselstriche imitieren die Bewegung der Wellen im Hafen.

Kritik und Funktion

Dieses Gemälde wurde von Kritikern zerrissen, weil sie meinten, dass es zu hastig gemalt wurde. Dabei musst du beachten, dass Monet dabei nur einen Moment festhalten wollte.

Monet hält mit dem Gemälde perfekt den Moment fest, in der die Stadt langsam zum Leben erwacht. Auch wenn die Hafenarbeiter bereits fleißig arbeiten, erweckt erst das warme Morgensonnenlicht die Szene zum Leben.

Impressionismus Van Gogh – Eine Bildanalyse der ‘Sternennacht’ 

impressionismus van gogh

Das Gemälde entstand während Van Goghs Aufenthalt in der psychiatrischen Klinik Saint-Paul-de-Mausole. Obwohl es nicht unterm freien Himmel entstand, ist das Bild von der Zeit zwischen der Nacht und dem Sonnenaufgang inspiriert.

Motive

Das Dorf gibt es nicht wirklich, jedoch ist der Nachthimmel von dem Blick aus seinem Zimmer inspiriert worden. Im Vordergrund kannst außerdem Zypressenbaum sehen. Obwohl das Gemälde noch Teil des Impressionismus ist (Spät-Impressionismus) lehnt es schon mehr in den frühen Expressionismus.

Die Strudel am Himmel stellen die Wolken und den Wind da.

Es ist besonders interessant, dass Van Gogh eine nächtliche Szene darstellte, in der, der Himmel nicht schwarz, sondern blau ist. Wenn du nachts den Himmel beobachtest, wirst du merken, dass der Himmel wirklich nicht schwarz ist.

Pinselführung und Komposition

Die stärkere Pinselführung und die dicken Umrandungen erinnern mehr an den Expressionismus. Jedoch folgt das Gemälde in seiner Komposition immer noch den Regeln des Impressionismus, denn es gibt eine starke Ballungen (das Dorf) und einen großen offenen Raum (den Sternenhimmel).

Funktion

In diesem Gemälde geht es viel weniger darum, einen Moment festzuhalten oder das Gefühl des Moments wiederzugeben. Viel mehr stellt es die Welt dar, die Van Gogh in diesem Moment gesehen hat.

Das Gemälde reflektiert seine eigenen Gefühle. Früher Impressionismus und andere Werke des Impressionismus zielten mehr  darauf ab, universelle Emotionen darzustellen die es im SpätImpressionismus und Expressionismus nicht gibt.

Wichtige Information zu Van Gogh

Oft wird Van Gogh mit dem Stereotyp des ‘Leidenenden Künstlers’ in Verbindung gebracht. Vielleicht hast du schon mal von dem Mythos gehört, dass er gelbe Farbe gegessen hat, um sich glücklich zu fühlen.

Dies entspricht nicht der Wahrheit. Die Farbe war extrem bleihaltig und somit giftig. Zeit seines Lebens litt Van Gogh unter – von einem modernen Standpunkt aus – schweren Depressionen.

“Wenn ich später etwas wert bin, bin ich jetzt etwas wert. Denn Weizen ist Weizen, auch wenn die Menschen anfangs denken, dass es ein Gras ist.” – Vincent Van Gogh

Sternennacht, das zu einem seiner bekanntesten Werke zählt, entstand während der Zeit, in der Van Gogh die nötige Behandlung für sein Leiden erhielt. Das Gemälde spiegelt die Schönheit der Welt wieder, die er trotzt seines Leidens gesehen hat.

In der 2010 erst ausgestrahlten Folge “Vincent and the Doctor” der BBC Sci-Fi Serie “Doctor Who” wird Van Goghs Kunst oft von anderen Menschen und dem Doktor beschrieben.

Die unten verlinkten Szenen erklären besonders einfühlsam, warum Van Goghs Kunst bis heute der Kunstwelt und Kunstliebhaber so viel bedeutet.

Fazit

Jetzt weißt du hoffentlich mehr über einen der maßgebenden Kunststile der Moderne. Obwohl Impressionismus zu seiner Zeit nicht die Anerkennung erhielt, die er verdiente, werden viele Impressionismus Künstler heute als Meister ihres Handwerks angesehen.

Damit du gut für deine Klausur vorbereitet bist oder einfach nur noch einmal die wichtigsten Infos nachlesen willst, haben wir hier alles Wichtige für dich zusammengefasst.

FQA

Woher kommt der Impressionismus?

Impressionismus entstand in Frankreich und breitete sich auf der ganzen Welt aus. Er ist besonders stark von seinen Vorgängern, dem Realismus und Naturalismus, in der Motivwahl geprägt. Die Kompositionen lehnen sich dabei an japanische Malerei, an.

Was bedeutet der Name Impressionismus?

Impressionismus kommt aus dem Französischen. L’impression, auf Deutsch, der Eindruck. Der Begriff des Impressionismus ist älter als Monets Gemälde und wurde schon vorher genutzt. Jedoch wurde er erst fest in 1877 unter Künstlern etabliert.

Was ist ein andere Name für den Impressionismus?

Impressionismus ist die Kunst des Lichts. Viele Künstler arbeiteten unter dem freien Himmel und mischten ihre Farben auf der Leinwand anstatt einer Palette. So imitierten sie das Licht zu einer bestimmten Tageszeit in einer bestimmten Jahreszeit.

Was ist charakteristisch für den Impressionismus?

Impressionisten mussten schnell arbeiten, die kurzen Pinselstriche und skizzenartige Arbeit machten es möglich, einen kurzen Augenblick auf der Leinwand festzuhalten.

Was waren seine Vorgänger?

Der Realismus und der Naturalismus stellten als erstes Motive des einfachen bürgerlichen Lebens dar. Jedoch mit einem sozialkritischen und oft dokumentieren Charakter.

Wie inspirierte japanische Kunst den Impressionismus?

Japanische Malerei wird oft durch Kompositionen ausgezeichnet, in denen es einen starken Ballungsraum und einen großen offnen Raum gibt.

Welche Künstler wandten sich dem Impressionismus zu?

Zu einem gab es die Impressionismus Malerei, mit Vertretern wie Vincet Van Gogh, Mary Cassatt, Éduard Manet, Claude Monet und Lesser Ury. Dazu kommt die Impressionismus Musik, mit Claude Debussy als einer der bekanntesten Vertreter. Letztlich gab es die Impressionismus Literatur, sie ist nur sehr schwer zu definieren. Virginia Woolf und Rainer Maria Rilke gehören zu den bekanntesten Vertretern impressionistischer Literatur.

Möchtest du noch mehr zum Thema Kunst und Kultur wissen?

Konnten wir dir dabei helfen, den Impressionismus besser zu verstehen? Wer ist dein Lieblingskünstler? Hinterlass uns doch einen Kommentar und lass es uns wissen!

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