Gedichtformen – Die wichtigsten im Überblick

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Ballade, Sonett, Versmaß, Strophen – Kommen dir diese Begriffe bekannt vor? Im Deutschunterricht ist das Thema Gedichte nicht zu vermeiden.

Gedichte können ganz unterschiedlich aussehen. Deshalb zeigen wir dir in diesem Artikel, wie du Gedichtformen erkennst und wie sie sich voneinander unterscheiden.

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Ein Gedicht erkennt man an seiner Form, es hat immer eine Überschrift, die verrät um was es geht. Ein Gedicht hat außerdem verschieden viele Strophen und in den verschiedenen Strophen geht es oft um verschiedene Dinge. Jede Strophe besteht aus Zeilen. Bei Gedichten sagt man aber nicht Zeile sondern Vers. Am Ende eines Verses steht oft ein Reim. Wenn sich zwei Wörter reimen nennt man das auch Reimpaar.

Gedichtformen und Unterschiede

Gedichte kann man gut aufgrund ähnlicher Merkmale gruppieren und sie einer Art zuordnen. So betrachtet man z.B. die Anzahl der Verszeilen, das Reimschema oder das Versmaß.

Welche Gedichtformen gibt es?

Ballade

Die Ballade müsste dir sehr wahrscheinlich bekannt vorkommen. Sie ist eine der bekanntesten Gedichtformen und wird sehr gerne im Unterricht, sowie Klausuren behandelt. In den meisten Balladen wird kurz und knapp ein Ereignis erzählt, das mit einem tragischen Ende aufhört. Das heißt meist endet es mit keinem Happy End.

Es können aber auch Ironie und Humor in Balladen vorkommen. Unter anderem entsprechen Balladen einer Art Mischung aus Epik, Lyrik und Drama, da Elemente aus diesen drei Gattungen vorhanden sind. Balladen haben meist 3 bis 6 Strophen, aber keine genau festgelegte metrische Form. Die einzelnen Strophen reihen sich häufig und verfügen meist über das gleiche Metrum. Hinzu kommt, dass eine einzelne Strophe meist aus mindestens 3 aber auf höchstens 6 Versen besteht.

Sonett

Die Gedichtform Sonett kommt ebenfalls sehr häufig im Unterricht vor. Auch in Sonetten wird ein Thema behandelt, weswegen man eine Art inhaltliche Strukturierung feststellen kann. Der typische Aufbau des Sonetts besteht aus zwei Quartetten (vier Versen) in den ersten beiden Strophen und zwei Terzetten (drei Versen) in den letzten beiden Strophen, sodass ein vierzehnzeiliges Gedicht entsteht.

Achtung: dieser Aufbau ist fast immer gleich. Genau so erkennst du so leicht ein Sonett.

Dies kann natürlich auch hin und wieder variieren, wenn man unterschiedliche Lyriker oder Literaturepochen betrachtet, aber meistens ist verhält es sich wie beschrieben. Häufig kann man den Jambus in den Sonetten entdecken, da alternierende Versmaße benutzt werden. Alternierend bedeutet nichts anderes als dass eine Hebung und Senkung im Versmaß abwechselnd vorkommt.

Hymne

Die Hymne wird auch Preis- oder Lobgesang genannt. Die Hymne entspricht einer festlichen Preisung, in der überwiegend Götter verehrt werden, aber auch normale Personen oder Ortschaften, sowie Gefühle können im Mittelpunkt einer Hymne stehen. Prinzipiell verfügen Hymnen über keine feste und einheitliche Form. Daher findet man häufig freie Verse vor und man muss eben häufig genau auf den Inhalt achten.

Ode

In diesen Gedichten werden Personen, Handlungen oder bestimmte Themen lob gepriesen. Sie verfügen über kein festes Reimschema, sind aber in Strophen gegliedert und verfügen meistens über eine sehr gehobenen und pathetischen Schreib- und Sprachstil aufgrund ihrer Lobpreisung. Mit die bekannteste Ode ist die Ode “An die Freude” von Friedrich Schiller.

Akrostichon

Du erkennst die Gedichtform Akrostichon, wenn die einzelnen Anfangsbuchstaben, die ersten Silben aufeinanderfolgender Verszeilen in ihrem Zusammenhang eine Sinneinheit ergeben. Das Gedicht muss sich nicht unbedingt reimen.

Hier ein sehr vereinfachtes Beispiel:

Sonne
Ortswechsel
Meer
Mit der Familie
Entspannung
Ruhe

Elfchen

Vielleicht kommt dir das Elfchen noch aus der frühen Schulzeit bekannt vor. Denn das Gedicht zeichnet sich mit seinen nur elf Wörtern, die innerhalb von fünf Versen verteilt immer mehr werden, aus. Deutlich kannst du es daran erkennen, dass der erste und der letzte Vers aus nur einem Wort besteht. Der inhaltliche Aufbau kann unterschiedlich sein.

So kannst dir ungefähr ein Elfchen vorstellen:

  • erster Vers: ein Wort
  • zweiter Vers: zwei Wörter
  • dritter Vers: drei Wörter
  • vierter Vers: vier Wörter
  • fünfter Vers: ein Wort

Wie gesagt besteht der erste Vers aus nur einem Wort, der zweite Vers beschreibt das Wort in Vers eins nochmal genauer. Im dritten Vers wird beschrieben, was genau das Wort im ersten Vers tut. Im vierten Vers wird ein Fakt zum Thema gezeigt und der letzte Vers bildet den Schluss des Gedichts.

Die eben genannten Gedichte sind nur ein grober Teil aller Gedichtformen – das dient also nur als grober Überblick. Es gibt natürlich noch eine Menge weitere Arten von Gedichten. 

Quiz

Wie wird die Zeile einer Strophe genannt?

Die Zeile einer Strophe heißt Vers.

Wie ist eine Strophe aufgebaut?

Eine Strophe besteht meist aus mehreren Versen und am Ende des Verses ist oft ein Reimpaar zu finden.

FAQ zu den Gedichtformen

Wie erkennt man ein Gedicht?

Man erkennt ein Gedicht an seiner Struktur, Metrum, Reimschema und Stilmittel, die verwendet werden.

Worum geht es im Gedicht?

Oftmals erscheint das Thema des Gedichts schon in der Überschrift. Achte ebenfalls darauf, welche Motive die Person, die es verfasst hat, im Gedicht einsetzt und was für eine Form von Gedicht ist.

Sind dir weitere Fragen in den Sinn gekommen oder du hast noch offene Fragen? Schreib uns gerne bei Unklarheiten in den Kommentaren.

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