Sprachlernmethoden

Sprachlernmethoden – So kannst du effektiv neue Sprachen lernen

Du möchtest eine neue Sprache lernen, doch weißt nicht genau wie du vorgehen sollst?

Kein Problem! In diesem Artikel erfährst du…

  • wie du deinen Lerntypen ermittelst
  • welche 6 effektiven Sprachlernmethoden es gibt

Welche Lerntypen gibt es?

Jeder lernt unterschiedlich und verwendet eigene Tricks, um sich etwas anzueignen. Jedoch lassen sich die Herangehensweisen in vier Lerntypen aufteilen: visuell, auditiv, haptisch und kommunikativ.

Visuelle Lerntyp

Du nutzt zum Lernen gerne Bilder oder Grafiken? Dann bist du ein visueller Lerntyp und kannst am besten über das Sehen lernen. Die beste Möglichkeit Informationen aufzunehmen ist durch Visualisierungen oder Beobachtungen.

Auditive Lerntyp

Beim Hören kannst du Informationen besonders gut aufnehmen? Dann bist du ein auditiver Lerntyp. Ideal sind dabei Videos, mündlichen Erläuterungen oder auch Vorträgen zum Lernen – alles, was akustisch aufgenommen werden kann, ist eine gute Möglichkeit für den auditiven Typ zu Lernen.

Haptische Lerntyp

Du hast beim Lernen stets das Motto ,,Learning by Doing’’ im Sinn? Dann zählst du zum haptischen Lerntyp. Deine größten Lernerfolge erzielst du durch praktisches Tun und wenn du selbst aktiv wirst. Beispiele dafür sind Basteln, Bewegung oder Spiele.

Kommunikative Lerntyp

Am liebsten lernst du, wenn du mit anderen kommunizierst und kritisch hinterfragst? Dann bist du ein kommunikativer Lerntyp. Wenn du anderen den Lernstoff erklärst oder in Diskussionen verwickelt bist, kannst du damit die größten Lernergebnisse erzielen.

Wenn du noch mehr zu den Lerntypen erfahren möchtest, dann lies dir gerne unseren Artikel dazu durch.

Die 6 effektivsten Methoden, um neue Sprachen zu lernen

Um eine Sprache besonders effektiv zu lernen ist es wichtig, dass man die passende Sprachlernmethode findet. Jede Lernmethode hat eine andere Herangehensweise und funktioniert bei jedem unterschiedlich.

Deswegen ist es wichtig, dass du deinen Lerntypen einschätzen kannst und auf dieser Grundlage deine Sprachlernmethode auswählst.

1. Birkenbihl Methode

Die deutsche Vera Birkenbihl entwickelte eine Lernmethode, bei der man die Sprache intuitiv erfassen und lernen soll und ist in 4 Phasen aufgeteilt. Die Methode hat eine etwas andere Herangehensweise als andere, denn es werden keine Grammatikregeln gelernt. Die Überlegung dabei war, dass viele Schüler einzelne Vokabeln oder Grammatikregeln wiedergeben können, sich aber nicht trauen die Sprache zu sprechen.

Die 4 Phasen der Birkenbihl Methode

1. Dekodieren: Nehme dir einen fremdsprachigen Text und übersetze ihn 1:1. Achte dabei nicht auf Grammatik oder gleiche Wörter an, sondern übersetze Wort für Wort ins Deutsche. Dadurch sollst du ein Gefühl für die Satzstruktur einer Sprache bekommen.

2. Aktives Hören: Als nächstes wird der gerade übersetzte Text in der entsprechenden Fremdsprache angehört. Man selbst liest dabei den Text in seiner Muttersprache mit. Durch das Hören der Fremdsprache und dem gleichzeitigen Lesen der Muttersprache soll gedanklich eine Verbindung hergestellt werden.

3. Passives Hören: Im nächsten Schritt wird die Fremdsprache passiv angehört. Das heißt, dass z.B. ein Hörspiel läuft, während du einer anderen Tätigkeit nachgehst.

4. Weitere Lernaktivitäten: Nun wird die Sprache aktiv gelernt. Dafür kann man sich beispielsweise einen Lernpartner suchen oder einen Film in der entsprechenden Sprache anschauen.

2. LAMP Methode

LAMP steht für Language Acquisition Made Practical und wurde von Thomas und Elizabeth Brewster erfunden.

Bei dieser Methode steht das Hör- und Sprachverständnis im Fokus, während Vokabeln und Grammatik eher weniger beachtet werden.

Dabei sind folgende Elemente typisch für die LAMP-Methode:

  • Kombination von Sprechen und Handeln, damit eine Verbindung hergestellt werden kann
  • Kurztexte (z.B. Dialoge, Monologe) werden auswendig gelernt, damit diese in alltäglichen Situationen verwendet werden können
  • Ziel ist es, dass schnell erkennbare Fortschritte gemacht werden

3. Pimsleur Methode

Die Pimsleur-Methode wurde von dem französisch-amerikanischen Linguist Paul Pimsleur erfunden. Die ganze Methode ist audio-basiert, das Erlernen von Grammatikregeln wird dabei vollständig weggelassen. Die Idee dahinter ist, dass Sprache überwiegend im Alltag verwendet wird, um sie zu sprechen und nicht um sie zu schreiben.

Jede Lerneinheit ist ungefähr 30 Minuten lang.

Die Methode ist in 4 Phasen aufgeteilt:

1. Vorstellung des Dialoges: Zunächst hört man das Ziel der Lektion: den Dialog. Dieser wird in der Fremdsprache vorgesprochen und anschließend wird erklärt, in welchen Situation der Dialog einsetzbar ist.

2. Den Dialog in kleinere Einheiten unterteilen: Nun wird jedes Wort Schritt für Schritt vorgesprochen, bei komplizierten Wörtern teilweise sogar Silbe für Silbe.

3. Wiederholung: Die zu lernenden Vokabeln werden ständig wiederholt, damit man sich diese besser merken kann. Dabei hat man allerdings nicht all zu viel Zeit, denn es soll das Gefühl eines realistischen Gesprächs vermittelt werden.

4. Übung: Im letzten Schritt soll man selber Sätze mit den neu gelernten Vokabeln bilden. Oft handelt es sich hierbei um den anfangs gehörten Dialog.

4. Tandempartner

Leichte Sprachen
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Bei der Tandem-Methode sucht man sich einen Partner, der eine andere Muttersprache als man selbst hat. Das Sprachtandem bringt sich die jeweils fremde Sprache dann gegenseitig bei.

Dabei liegt der Fokus auf dem Sprechen mit dem Partner, das heißt es werden nicht explizit Grammatikregeln gelernt. Der Tandempartner kann jederzeit Feedback geben oder Verbesserungsvorschläge machen, aber man sollte beachten, dass es sich nicht um ausgebildete Lehrer handelt. Man soll intuitiv durch die Gespräche ein Gefühl für die Sprache entwickeln.

Falls du noch weitere Infos zu der Tandem Methode erhalten möchtest, dann lese dir gerne unseren Beitrag dazu durch.

5. Ollendorff Methode

Die Methode wurde von Heinrich Gottfried Ollendorff erfunden und fokussiert sich auf die mündliche Kommunikation.

Die Ollendorff Methode ist in zwei Phasen aufgeteilt:

1. Im ersten Teil werden grammatikalische Regeln kurz erklärt und neue Vokabeln werden eingeführt

2. Im zweiten Teil übt man das Gelernte mithilfe von Frage-Antwort Paaren

6. Verwende Sprachlern-Apps

Apps
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Sprachlern-Apps können eine sinnvolle Ergänzung sein, wenn du neue Sprachen lernen möchtest. Durch das große Angebot, ist es relativ leicht eine App zu finden, die deinem individuellen Lerntypen entspricht.

Sprachlern-Apps haben sehr viele Vorteile:

  • Sie sind leicht in den Alltag zu integrieren
  • Man ist zeitlich unabhängig
  • der Preis ist relativ gering, manche Apps sind sogar kostenlos
  • Es gibt kurze, intensive Lerneinheiten

Wenn du auf der Suche nach guten Apps bist mit denen du Sprachen lernen kannst, dann lies dir unseren Artikel dazu durch.

Konnten wir Dir helfen?

Wir hoffen sehr, dass wir dir mit unserem Beitrag weiterhelfen konnten und du eine passende Sprachlernmethode gefunden hast. Schreib uns gerne dein Feedback in die Kommentare und stelle noch weitere Fragen.

Lies dir auch gerne durch wie produktiver lernen kannst und welche Apps für ein besseres Zeitmanagement hilfreich sind.

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