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Sprachreise - Lernen fürs Leben

Wer das Schlagwort „Sprachreise“ liest, denkt zunächst einmal an den zweiwöchigen Schüleraustausch während der Schulzeit oder an den Ferienkurs, der sich ebenfalls auf wenige Wochen beschränkt und meist mit Gleichaltrigen stattfindet. Welche Varianten es gibt, um die Lust an einer Fremdsprache zu steigern und das Lernen zu fördern, das zeigt dieser Beitrag.

Sprachreise

1.) Die Sprachreise für Jugendliche

Natürlich ist es für die Jugendlichen ein Abenteuer, wenn sie eine Sprachreise unternehmen dürfen. Das Prozedere ist dabei meist ähnlich: Gebucht wird eine Kombination aus Unterkunft und Sprachenschule an dem Ort, an dem die Sprache gesprochen wird, die es zu erlernen gilt. Der klassische Unterricht findet meist vormittags statt. Der Nachmittag ist oft zur freien Verfügung und entscheidet häufig auch darüber, wie effektiv die Sprachreise letztendlich ist. Wer den Nachmittag mit anderen (deutschen) Schülern verbringt, der wird sich kaum in der Fremdsprache verständigen. Wer sich hingegen unter das ausländische Volk mischt, hat die Chance, Sprache und Kultur kennenzulernen.

2.) Der Schüleraustausch

Der Schüleraustausch, der ausschließlich von der Schule selbst organisiert wird, ist ein seltenes Modell geworden – außer die Schule pflegt eine aktive Partnerschaft zu einer anderen Schule im Ausland. Meist wird ein Schüleraustausch dann durchgeführt, wenn sich Kinder oder Eltern bei einem externen Austauschprogramm bewerben und den Austausch weitestgehend selbst organisieren. Zwar ist dann die Hürde zu nehmen, dass für die Zeit des Austausches die Schule verpasst wird. Allerdings bietet diese selbst organisierte Form des Schüleraustausches auch die Option, für längere Zeit im fremden Land zu bleiben und einen Gast aus der Fremde beherbergen zu dürfen. So werden Sprachkenntnisse sowie kulturelle Kenntnisse ausgetauscht.

Da es – je nach Bundesland – ganz unterschiedliche Programme gibt, um einen Schüleraustausch umzusetzen, hält diese Seite eine Übersicht der länderspezifischen Programme vor.

3.) Als Au Pair eine fremde Sprache erlernen

Wer gerne mit Kindern umgeht und zusätzlich noch eine fremde Sprache erlernen möchte, der ist mit der Option, Au Pair zu werden, gut beraten. Allerdings ist das meist erst für junge Erwachsene möglich, die volljährig sind. Der Grund: Sie müssen genug Verantwortungsbewusstsein haben, um auf die Kinder der Gastfamilie aufzupassen. Dafür gibt’s den Sprachcrashkurs in der wohl schwierigsten Form, denn eine Fremdsprache zu verstehen, ist eine vergleichsweise kleine Herausforderung. Kleine Kinder zu verstehen, die eine Fremdsprache sprechen, ist noch einmal deutlich komplizierter.

Im Internet findet man eine Vielzahl an interessanten Plattformen, die Au Pair-Suchende und Au Pair-Interessierte zusammenbringt. Diese bieten nicht nur die Vermittlung an, sondern zeigen auch notwendigen Voraussetzungen auf.

4.) So wird aus dem Familienurlaub eine Sprachreise

Die bis hierhin vorgestellten Varianten haben meist einen entscheidenden Nachteil: Um eine dieser Varianten wahrnehmen zu können, gibt es meist ein Mindestalter und das liegt nicht selten bei 16+. Wer jedoch bis zum 16. Lebensjahr keine Chance hat, eine Fremdsprache hautnah zu erleben, tut sich mitunter schwer, diese auch zu sprechen. Tipp: Natürlich besteht auch die Möglichkeit, als Elternteil den Familienurlaub zu einer Sprachreise avancieren zu lassen. Dabei ist zunächst die Wahl des Ziels entscheidend. Dafür eignen sich eine Vielzahl an europäischen Zielen.

Sprachreise

Steht das Ziel fest, geht es darum, die Familienreise als Sprachurlaub auszuloben und Spielregeln zu bestimmen, die dieser Intention zu Gute kommen. Welche das sein können, verrät die folgende Liste: - Die Kinder führen die Konversation im Urlaubsland – egal ob das Essen geordert oder nach einer bestimmten Sehenswürdigkeit gefragt wird. - Führungen und Infomaterial werden ausschließlich in der Landessprache genutzt. So hält die Fremdsprache Einzug ins Urlaubsgeschehen. - Sind die Eltern selbst fit in der Fremdsprache, darf auch gerne eine Stunde täglich (oder mehr oder weniger) in der Fremdsprache gesprochen werden, die es zu erlernen gilt. Die Förderung des Spracherwerbs erfolgt in diesem Rahmen wahrlich unmerklich, denn das Reden in einer Fremdsprache ist mit einem festen Ziel verbunden, beispielsweise mit der Essensorder. Achtung: Es geht bei dieser Variante der Sprachreise nicht darum, spezielle Lernziele festzulegen. Es geht vielmehr darum, die Fremdsprache aus der Schulwelt in die Lebenswelt der Familie zu integrieren.

4.) So wird aus dem Familienurlaub eine Sprachreise

Wer sich keine Reise ins Land der zu lernenden Fremdsprache leisten kann, der kann in der virtuellen Welt nach einer Alternative suchen. Neben der Option, bei einem entsprechenden Anbieter online die Fremdsprache zu erlernen, gibt es auch eine Möglichkeit, die deutlich mehr Praxisbezug hat. Wer Teil eines fremdsprachigen Netzwerks wird, ist gezwungen sich hier in der jeweiligen Fremdsprache auszutauschen. Die Idee kann ganz informell umgesetzt werden. Das bedeutet, dass keine Auslobung einer Fremdsprachengruppe im sozialen Netzwerk erfolgen muss. Stattdessen genügt der Beitritt in eine Gruppe, die internationale Teilnehmer hat und sich idealerweise genau mit dem Thema beschäftigt, das einen persönlich interessiert. So wird das spannende Topic mit dem Erlernen einer Fremdsprache verknüpft.

Abbildungen: unsplash.com