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Lernziele richtig festlegen

Um die richtigen Lernziele für das Kind richtig zu definieren, bedarf es einer Persönlichkeitsanalyse des eigenen Kindes. Welche Vorlieben hat das Kind beim Lernen? Und wie kann ich es bestmöglich motivieren und mögliche geistige Barrieren abbauen?

Lernziele

Diese Fragen sind nicht pauschal zu beantworten und es bietet sich daher an, mit dem Kind bestimmte Lernziele zu vereinbaren, um eine Struktur und einen individuell passenden Zeitplan zu erstellen. In der Regel lernen die Schüler einfach drauf los, ohne sich genaue Ziele zu setzen, an denen sie ihren Lernerfolg messen können. Dies hat oftmals zur Folge, dass Potenzial liegen gelassen wird und Frustration beim Kind Einzug erhält.

Verschiedene Lernziele und deren Motivation

Lernziele lassen sich in kognitive, psychomotorische und affektive Lernziele einteilen, wobei wir uns in diesem Ratgeber auf die kognitiven Lernziele beschränken werden. Das Problem, was viele Eltern bei der Festsetzung von Lernzielen mit ihren Kindern haben, ist, dass die intrinsische Motivation des Kindes oftmals nicht vorhanden ist, diese formulierten Ziele anzustreben. Deshalb ist es im ersten Schritt wichtig, dass Kind zu motivieren und ihm aufzuzeigen, dass das Lernen mit klar definierten Zielen nicht nur effektiver, sondern in der Regel auf effizienter ist – das heißt, das Kind hat mehr Zeit für andere Dinge (die mehr Spaß machen).

Wenn diese erste Hürde gemeistert ist, geht es daran, ein konkretes erstes Lernziel zu formulieren. Dabei umfasst ein kognitives Lernziel grundsätzlich drei Dinge:

  • Was wird von mir genau erwartet? Wo soll es hingehen?

  • Welche Bedingungen muss ich einhalten und welche Materialien kann/sollte ich verwenden, um das Ziel zu erreichen?

  • Welche Maßstäbe müssen erfüllt werden und unter welchen Kriterien gilt die Aufgabe/das Ziel als gelöst und erfüllt?

  • Ist diese Formulierung erfolgreich gelungen, wird mittels des Groblernziels definiert, welchen Lernerfolg man in der jeweiligen Lernstunde oder Lernperiode erreichen will. Daher bietet es sich an, das Groblernziel in mehrere Feinlernziele zu unterteilen, um einen genaueren Überblick zu erhalten. Dabei bauen die Feinlernziele aufeinander auf und führen letztendlich zum gewünschten Groblernziel.

    Ein Feinlernziel könnte hier beispielsweise folgend bezeichnet werden: Der Schüler erkennt den semantisch korrekten Unterschied zwischen einem Nomen und einem Adjektiv.

    Ein Grobziel wäre zum Beispiel: Der Schüler wird sicherer in der deutschen Grammatik.

    Eine gut durchgeführte Lernzielabfolge zeichnet sich ebenfalls dadurch aus, dass ein kumulatives Lernen und damit einhergehend ein gewisser Lernrhythmus entwickelt wird. Dies hat zur Folge, dass der/die Schüler/in das bisher Gelernte kontinuierlich bei zukünftigen Lerninhalten anwenden kann.

    Sind diese Schritte einmal durchgeführt, steht dem weiteren Lernerfolg des Kindes aus rein didaktischer Sicht nichts mehr im Wege und eine zielorientierte sowie erfolgreiche Aufarbeitung des Lernstoffes ist gewährleistet. Natürlich gilt dies immer nur unter der Voraussetzung, dass alle Barrieren, die das Kind mental oder auch physisch daran hindern könnten, geeignete Lernziele zu formulieren, beseitigt werden.