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Lernmethoden

Wenn es beim Pauken nicht klappt, kann das an der falschen Lernmethode liegen. Wer die wichtigsten Lerntipps befolgt, hat beim „Büffeln“ mehr Erfolg und mehr Spaß.

Lernmethoden

Lernstörung

Manchen Kindern fällt das Lernen so schwer, dass besorgte Eltern mitunter eine handfeste Lernstörung ihres Kindes befürchten. Doch dieses Problem tritt in einer wirklich manifesten Form nur selten auf. Viel häufiger liegt es an falschen Methoden der Wissensaneignung, die den Lernprozess schwierig machen. Wer richtig lernt, benutzt etwa mehrere Informationskanäle: Am besten bleiben Inhalte dann haften, wenn wir sie sehen und hören; oder sie selbst ausführen. Richtig lernen ist also das Stichwort. Wer das schafft, bei dem kommt auch der Lernspaß nicht zu kurz!

Lernmethoden

Den Lernstoff bestmöglich aufzunehmen, ist gar nicht so schwer, wenn man erfolgreiche Lernmethoden kennt:

1. Wiederholungen mit Lernkartei

Einfaches Wiederholen etwa von Vokabeln, bis man sich diese eingeprägt hat, ist wenig erfolgreich. Mehr Erfolg verspricht das Lernen mit einer Lernkartei. Dabei wird der Stoff systematischer erlernt und bereits Gelerntes muss nicht unnötig wiederholt werden. Wer mit dieser Methode lernt, schreibt auf die Vorderseite einer Karteikarte den thematischen Überbegriff und notiert hinten alle Informationen, die es zu erlernen gilt. Zudem benötigt man einen Karteikasten mit fünf Fächern.

Am Anfang liegen alle Karteikarten im ersten Fach. Beim Lernen holt man sich eine Karte aus diesem Fach und überprüft anhand des Überbegriffs, ob man die Informationen auf der Rückseite bereits weiß. Ist das der Fall, wandert die Karteikarte in das zweite Fach der Kartei; falls nicht, bleibt sie im ersten Fach. Ist einige Zeit vergangen, sieht man sich die Karteikarten im zweiten Fach an. Kennt man den Stoff, darf die Karte ins dritte Fach. Weiß man die Informationen nicht mehr, geht sie wieder retour ins erste Fach. Erst dann, wenn alle Karten im fünften und letzten Fach sind, gilt der Stoff als vollständig erlernt und sicher beherrscht.

2. Den Lernstoff organisieren und hierarchisch ordnen

Sind Fakten oder Begriffe organisiert und bestimmten Kategorien sowie Unterkategorien zugeordnet, steigt die Lernleistung deutlich an. Lernstoff kann man nach Inhalt, Kapitel, Lernziel und dem Bezug zu vorangegangenen Themen und Kapiteln organisieren. Der Text selbst lässt sich übersichtlich in Abschnitte mit Überschriften unterteilen. Weitere hilfreiche Unterteilungen sind Kontrollaufgaben mit Lösungen und Zusammenfassungen.

3. Den Lernstoff aktiv erarbeiten

Wer aktiv im Lernprozess ist, behält den Lernstoff besser. Aktiv bedeutet in diesem Fall, dass man etwa einen Text liest und dabei Fragen stellt und beantwortet, oder den Text im Anschluss in eigenen Worten zusammenfasst. Besonders hilfreich dabei ist die sogenannte SQ3R Lernmethode (Survey, Question, Read, Recite, Review). Wer damit arbeitet, verschafft sich in einem ersten Schritt einen Überblick durch das Lesen der Inhaltsangabe, der Überschriften der einzelnen Kapitel, der Einführung und durch das Vergleichen mit den schon vorhandenen Kenntnissen. In einem zweiten Schritt entwickelt man Fragen zum Stoff, etwa indem man Überschriften der Kapitel zu Fragen umformuliert. Man kann sich auch überlegen, welche Prüfungsfragen zum Text möglich sind. Im nächsten Schritt liest man den Stoff und nützt dabei Abbildungen als zusätzliche Gedächtnisstütze. Im vierten Schritt beantwortet man die im zweiten Schritt formulierten Fragen mündlich oder schriftlich, was einen noch höheren Lerneffekt bringt. Im finalen Schritt folgt die Rückschau, bei der man den Text nach weiteren wichtigen Informationen durchforstet, die durch die eingangs gestellten Fragen noch nicht abgedeckt wurden.

Richtig lernen braucht aber noch mehr. All diesen Möglichkeiten des Wissenserwerbs werden durch die richtigen Lerntechniken und Lernstrategien unterstützt.

Lerntechniken

  • Kurze Lerneinheiten: Kurze Lerneinheiten mit vielen Pausen sind eine sehr effektive Lernstrategie. Während der Pausen kann das Gehirn die Lerneinheiten verarbeiten.

  • Die Prüfungssituation simulieren: Mitunter sorgt die veränderte Umgebung der Prüfungssituation dafür, dass Gelerntes nicht mehr richtig abgerufen wird. In diesem Fall hilft die Simulation der Prüfungssituation im Vorfeld - bzw. soweit möglich sogar am echten Prüfungsort.

  • Gut auf den Körper achten: Wer gut lernen will, sollte auf einen guten und ausreichenden Schlaf achten. Auch wer durch Bewegung und gesunde Ernährung seinem Körper Gutes tut, lernt besser und leichter.

  • Nicht hintereinander ähnliche Inhalte lernen: Schüler, die ähnliche Inhalte direkt hintereinander lernen, kommen leicht durcheinander. So sollte man nach einer Sprache erst einmal Mathematik lernen und dann erst Deutsch.

Was kann man tun, wenn all dies nicht fruchtet und das Kind offenbar jegliches Lernen verweigert? In diesem Fall ist es hilfreich, wenn man sich von der Lehrkraft den Aufbau des Unterrichts und die Vergabe der Zensuren erklären lässt und anschließend gemeinsam mit dem Kind ein Gespräch mit dem Lehrer führt.