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Kinder für die Schule motivieren

Für viele Kinder ist Schule eine lästige Pflicht, die man irgendwie hinter sich bringen muss. Diese Abwehrhaltung kennzeichnet manchmal schon die Grundschulzeit. Mit den Jahren steigert sie sich häufig noch und kann sogar zu echten Problemen führen. Gründe dafür gibt es viele.

Kinder für die Schule motivieren

Gründe dafür gibt es viele. Manchmal liegt die Unlust schlicht und einfach daran, dass sich Kinder in der Schule langweilen, in anderen Fällen fühlen sie sich überfordert oder nicht wohl in der Gesellschaft ihrer Klassenkameraden.

In einer solchen Situation sind neben den Lehrern besonders die Eltern gefragt. Schließlich verbringen diese am meisten Zeit mit ihren Kindern und haben am meisten Möglichkeiten, rechtzeitig etwas gegen das Problem zu unternehmen, bevor es sich irgendwann auf die Chancen am Arbeitsmarkt auswirkt. Doch welche Optionen stehen Eltern zur Verfügung, um ihre Kinder für die Schule zu motivieren, und wie nehmen sie diese am besten wahr?

Als Eltern ein Vorbild in Sachen Motivation sein

Wer motiviert ist, bringt mehr Leistung. Das ist eine Binsenweisheit. Allerdings besteht ein Unterschied darin, wodurch die betreffende Person motiviert ist. Hier sprechen Experten von zwei Formen von Motivation:

  • Intrinsische Motivation: Man handelt aus innerem Antrieb heraus. Bei Schülern kann dies bedeuten, dass sie lernen, weil sie ein Thema interessiert oder/und weil sie eine Herausforderung bewältigen wollen.

  • Extrinsische Motivation: In diesem Fall bringt man eine Leistung, um eine Belohnung zu bekommen oder einer Bestrafung zu entgehen – oder beides.

Dabei zeigen Studien, auf die zum Beispiel die Wirtschaftspsychologische Gesellschaft hinweist, dass intrinsische Motivation im direkten Vergleich viele Vorteile hat, zum Beispiel was die Hartnäckigkeit betrifft, mit der Menschen Ziele verfolgen. Diese Tatsache gilt für Schüler genauso wie für Arbeitnehmer oder Sportler.

Auch Eltern, die ihre Kinder für die Schule motivieren wollen, tun gut daran, sich auf intrinsische Motivation zu konzentrieren, statt ausschließlich auf Strafen oder Belohnungen zu setzen. Doch wie funktioniert das?

Hilfreich sind zum Beispiel folgende Maßnahmen:

  • Allein, wenn Eltern sich für die Lerninhalte ihrer Kinder interessieren, geben sie diesen das Gefühl, dass es sich um etwas Wichtiges und Interessantes handelt.

  • Manche Lerninhalte lassen sich kreativ aufbereiten und so interessanter machen. Schließlich ist eine Geometrie-Aufgabe in minimalistischer Aufmachung nicht für jeden Schüler mitreißend. Anders sieht es aus, wenn man sie in eine spannende Geschichte verpackt.

  • Auch sonst lassen sich spielerische Elemente betonen. Schon Wörter wie „herausfinden“, „erforschen“ oder „experimentieren“ klingen viel besser als „auswendig lernen“.

Wichtig ist auch bei intrinsischer Motivation ein Erfolgserlebnis. Dieses besteht zum Beispiel darin, dass ein Kind die eigenen Fähigkeiten und das eigene Können erlebt und genießt. Das wiederum verstärkt die Bereitschaft, „um des Lernens willen zu lernen“.

Wichtig: Nicht nur im Positiven wirkt sich die Haltung der Eltern auf die Motivation ihrer Kinder aus. Wer seinem Nachwuchs das Gefühl gibt, alles auf der Welt inklusive der Sportschau sei wichtiger als die Hausaufgaben oder die auf dem Lehrplan stehenden Themen, muss sich nicht wundern, wenn der Nachwuchs diese Haltung übernimmt.

Den Schulanfang zelebrieren

Während der allererste Schultag noch ein Ereignis ist, auf das sich die meisten Kinder Tage im Voraus freuen, sieht die Sache in den folgenden Jahren anders aus. Dann steht das traurige Gefühl im Vordergrund, dass die Ferien endgültig zu Ende sind und das „harte“ Leben von vorne beginnt.

  • Der erste Schultag lässt sich gut mit gemeinsamen Unternehmungen verbinden, zum Beispiel einem Essen oder einem Kinobesuch. Schließlich stehen dann in der Regel noch keine ausgedehnten Hausaufgaben auf dem Programm.

  • Ein gemeinsames reichhaltiges Frühstück erleichtert den Start in den Tag und ist ein Stück weit ein Ersatz für das stundenlange Ausschlafen in der Ferienzeit.

  • Auch Geschenke stellen eine gute Gelegenheit dar, die Motivation zu heben. Gerade zum Schulfanfang freuen sich Kinder über kleine Aufmerksamkeiten von Familie und Bekannten für den Start in einen neuen Lebenssabschnitt. Für ältere Kinder muss es keine bunte Schultüte mit Süßigkeiten sein. Besser geeignet sind in diesem Fall Dinge wie eine neue Tasche oder ein neuer Schreibtisch. So geben Eltern Kindern das Gefühl, dass sie sie nach allen Möglichkeiten in der Schule unterstützen. Eine lässige Optik sollte allerdings nicht zu kurz kommen, damit das Geschenk nicht als langweilig abgetan wird.

  • Wenn die Gelegenheit besteht, sollten die Schulfreunde der eigenen Kinder möglichst früh eingebunden werden, vor allem, wenn sich beide in den Ferien nicht oder kaum getroffen haben. Schließlich sorgt Wiedersehensfreude für zusätzliche Motivation.

  • Einige Rituale lassen sich oft noch eine Zeitlang aus den Ferien herüberretten, zum Beispiel abendliches Eis essen oder ein gemeinsamer Spieleabend vor dem Zubettgehen. So fühlt sich der Bruch zwischen Urlaub und Schulzeit weniger abrupt an.

Wichtig ist, sich schon bald im Anschluss an den ersten Tag mit dem Schulstoff selbst auseinanderzusetzen und Kinder dazu zu ermutigen, ihre Hausaufgaben zu machen. Andernfalls besteht die Gefahr, dass der Nachwuchs nach jeden Ferien wochenlang braucht, bis er in den schulischen Rhythmus zurückfindet.

Hobbys fördern

In der Berufswelt ist „Work-Life-Balance“ zu einem geflügelten Wort geworden. Dabei lässt sie sich aus mehreren Gründen auch auf die Schullaufbahn übertragen:

  • Auch Schüler brauchen Möglichkeiten, sich in der Freizeit zu entspannen, um neue Kräfte zu schöpfen.

  • Ausgewählte Freizeitaktivitäten helfen beim gezielten Stressabbau.

  • Zusätzlich können Sie kreative und andere Fähigkeiten fördern, die auch in der Schule sinnvoll sind.

  • Kinder und Jugendliche, die früh in Sportvereinen oder anderen Gruppen tätig sind, lernen oft früher selbstständiges Organisieren und Handeln.

Allerdings ist es gar nicht immer so einfach, die eigenen Kindern dazu zu überreden, ü mit einem Hobby zu beginnen, ganz zu schweigen von der Sache mit dem Durchhaltevermögen.
Ein paar Tricks sind können sich dabei als eine wertvolle Unterstützung herausstellen:

  • Kinder sollten die Gelegenheit haben, in Hobbys hineinzuschnuppern, zum Beispiel in Form von Probetrainings bei einem Sportverein. Bei Musikinstrumenten tut es anfangs oft ein weniger teures Leihgerät. Sollten sie schnell bemerken, dass ihnen das Hobby nicht gefällt, entstehen keine hohen Kosten und die Kinder brauchen auch kein schlechtes Gewissen zu haben.

  • Regelmäßigkeit und Durchhaltevermögen sind entscheidend, damit Hobbys Spaß machen. Hier können Eltern, ähnlich wie bei den Schularbeiten, ihre Kinder gezielt fördern.

  • Zusätzlich können Sie kreative und andere Fähigkeiten fördern, die auch in der Schule sinnvoll sind.

  • Auch bei Hobbys ist intrinsische Motivation notwendig. Das Interesse der Eltern ist dabei eine große Hilfe.

Welches Hobby für ein Kind in Frage kommt, hängt von vielen Faktoren ab, angefangen bei der eigenen Begabung und den eigenen Interessen bis hin zu dem damit verbundenen finanziellen Aufwand. In dieser Beziehung ist es durchaus sinnvoll, sich so weit wie möglich nach den Wünschen des Kindes zu richten, und gleichzeitig feste Grenzen zu strecken. Findet ein Training viermal die Woche im zwanzig Kilometer entfernten Nachbarort statt, wirkt sich dies kaum förderlich auf den schulischen Erfolg aus.

Mit Spaß in die Schule gehen

Eine entspannte Haltung ist nicht immer leicht

Schulstress kann eine echte Belastung sein. Fast die Hälfte aller Schüler leidet mittlerweile unter Stresssymptomen, was sich nicht zuletzt körperlich bemerkbar macht. Auch Eltern klagen darüber, dass ihre Kinder zu viel zu tun hätten und zu wenig Zeit für andere Dinge wie zum Beispiel Hobbys. Wie sich eine solche Situation auflösen lässt, hängt entscheidend vom Einzelfall ab. Doch Maßnahmen wie die hier genannten, können im besten Fall dazu beitragen, dass Kinder motivierter in der Schule sind, mehr Spaß haben und entspannter mit Stress umgehen können. Davon profitieren nicht nur sie selbst kurz- und langfristig, sondern auch ihre Umwelt. Es lohnt sich also für alle Beteiligten, an der Motivation für die Schule zu arbeiten.