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Literaturverzeichnis erstellen – Quellenangaben leicht gemacht

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Du bist dir unsicher wie man ein Literaturverzeichnis für eine wissenschaftliche Arbeit erstellt? Keine Panik. In diesem Artikel findest du alle wesentlichen Informationen noch einmal zusammengefasst.

Hier erfährst du …

  • was ein Literaturverzeichnis ist
  • wie man eine Literaturangabe erstellt
  • wie mögliche Beispiele aussehen

Beginnen wir gleich mit dem ersten Punkt:

Was ist ein Literaturverzeichnis?

Ein Literaturverzeichnis gehört an das Ende jeder wissenschaftlichen Arbeit. Es gibt sämtliche Literatur an, die du in der wissenschaftlichen Arbeit zitiert oder paraphrasiert hast.

Das geschieht in Form von Literaturangaben. Sie werden auch bibliographische Angaben genannt. Das Ziel von Literaturangaben ist es, die von dir verwendete Literatur so genau wie möglich anzugeben.

Die Literaturangaben werden im Literaturverzeichnis in alphabetischer Reihenfolge angeordnet, ausgehend von dem Nachnamen des Verfassers oder Herausgebers des Werkes.

Die Form der Literaturangaben ist abhängig von der Zitierweise, die du für deine wissenschaftliche Arbeit gewählt hast. Je nach Zitierweise ist eine etwas andere Form der Literaturangabe angebracht.

In diesem Artikel werden wir explizit auf das Literaturverzeichnis für die Deutsche Zitierweise eingehen. In den Vorlagen für Literaturverzeichnisse, ganz am Ende dieses Artikels, findest du auch ein Beispiel für die Harvard Zitierweise. Weiter Informationen zur APA Zitierweise findest du in diesem Artikel.

Literaturverzeichnis

Literaturangaben im Literaturverzeichnis

Um eine Literaturangabe erstellen zu können, musst du erst einmal wissen, ob deine Quelle eine Monographie, ein Sammelband, ein Aufsatz im Sammelband, ein Aufsatz in einer Zeitschrift oder ein Internetartikel ist. Die Form der Literaturangabe ergibt sich aus der Art der Quelle.

Monographien

Monographien sind Verfasserschriften. Sie wurden vom selben Autor verfasst und publiziert. Verfasserschriften können auch von mehreren Autoren erstellt werden.

Verfassername, Vorname: Titel. Untertitel. Auflage. Ort: Verlag Jahr (= gegebenenfalls Reihentitel und Band-Nummer in der Reihe).

Oliver Kohns: Die Verrücktheit des Sinns. Wahnsinn und Zeichen bei Kant, E. T. A. Hoffmann und Thomas Carlyle. Bielefeld: 2007 (= Literalität und Liminalität Band 5).

Sammelbände

Sammelbände sind Herausgeberschriften. Viele verschiedene Autoren steuern Aufsätze zu einem Sammelband bei. Das Gesamtwerk wird dann von einem oder auch mehreren Herausgebern veröffentlicht.

Herausgebername, Vorname (Hrsg.): Titel. Untertitel. Auflage. Ort: Verlag Jahr (= gegebenenfalls Reihentitel und Band-Nummer in der Reihe).

Jean-Marie Paul (Hrsg.): Dimensionen des Phantastischen. Studien zu E. T. A. Hoffmann. St. Ingbert: 1998 (= Saarbrücker Beiträge zur Literaturwissenschaft Band 61).

Aufsätze in Sammelbänden

Wenn man in seiner Arbeit mehrere Aufsätze aus einem Sammelband verwendet, gibt man als Literaturangabe lediglich das Sammelband an. Verwendet man jedoch nur einen Aufsatz aus diesem Sammelband, so gibt man die Quelle folgendermaßen an:

Verfassername, Vorname: Titel des Aufsatzes. Untertitel des Aufsatzes. In: Titel. Untertitel. Hrsg. von Vorname Nachname. Auflage. Ort: Verlag Jahr (= gegebenenfalls Reihentitel und Band-Nummer in der Reihe). S. aa-bb.

Marcus Krause: Der Sandmann und die Imagination des Unbewussten. Zur pathologischen Reflexion des romantischen Falls. In: Fallgeschichten. Text- und Wissensformen exemplarischer Narrative in der Kultur der Moderne. Hrsg. von Lucia Aschauer, Horst Gruner, Tobias Gutmann. Würzburg: 2015. S. 197−230.

Aufsätze in Zeitschriften

Anders als bei den Aufsätzen in Sammelbänden werden Aufsätze in Zeitschriften immer separat angegeben. Selbst wenn du mehrere Aufsätze aus derselben Zeitung verwendest, wird nicht die Zeitung als Quelle genannt, sondern jeder Aufsatz einzeln.

Verfassername, Vorname: Titel des Aufsatzes. Untertitel des Aufsatzes. In: Zeitschriftentitel Jahrgangsnummer Heftnummer (Jahr). S. aa-bb.

Ferdinand Urbanek: Zur Datierung der Kaiserchronik. Entstehung – Auftraggeber – Chronologie. In: Euphorion 53 (1959). S. 113-152.

Internetbeiträge

Beiträge im Internet sollten immer ganz genau auf ihre Zitierfähigkeit geprüft werden. Die meisten Beiträge eignen sich nämlich nicht als eine Quelle für eine wissenschaftliche Arbeit.

Verfassername, Vorname: Titel. Untertitel. Veröffentlichungsdatum. Online im Internet unter URL: XXXX (Stand: TT.MM.JJJJ).

Sabine Doff, Annina Lenz: Ziele und Voraussetzungen eines fächerübergreifenden Fremdsprachenunterrichts am Beispiel von Englisch und Latein. 2011. Online im Internet unter URL: http://www.pegasus-onlinezeitschrift.de/2011_1/pegasus_2011-1_doff.pdf (Stand: 08.03.2012).

Wichtige Anmerkungen zum Literaturverzeichnis

Es gibt für Literaturangaben noch einige Sonderregeln. Und die findest du hier:

  • Die Angabe des Verlages ist nicht unbedingt erforderlich. Du kannst sie auch weglassen. Nur bei Quellen, die älter als 150 Jahre sind, musst du den Verlag immer angeben.
  • Statt (Nachname, Vorname) kannst du den Autor oder Herausgeber auch einfach mit (Vorname Nachname) angeben. Alphabetisch geordnet, werden die Literaturangaben aber immer nach dem Nachnamen.
  • Wenn die Auflage des Werkes die 1. Auflage ist, so gibt man die Auflage nicht an. Andernfalls wird sie immer angegeben.
  • Manche Zeitschriften erscheinen nur jährlich. Dann haben die Ausgaben lediglich eine Jahrgangsnummer, keine Heftnummer. Wenn eine Zeitschrift aber Jahrgangsnummer und Heftnummer hat, muss auch beides angegeben werden.
  • Du kannst eine Literaturangabe auch ab der 2. Zeile einrücken. Dadurch wird das Literaturverzeichnis übersichtlicher.
  • Bei manchen wissenschaftlichen Arbeiten bietet es sich an, dein Literaturverzeichnis nach Primärliteratur und Sekundärliteratur zu unterteilen.
  • Grundsätzlich hast du einige Freiheiten bei der Zeichensetzung.

Achtung: Bei allen Literaturangaben in einem Literaturverzeichnis immer einheitlich vorgehen!

Literaturverzeichnis: Beispiel

Hier findest du abschließend noch zwei mögliche Beispiele für ein Literaturverzeichnis.

Literaturverzeichnis nach Deutscher Zitierweise:

Literaturverzeichnis nach Harvard Zitierweise:

FAQ

Was ist ein Literaturverzeichnis?

Ein Literaturverzeichnis gehört an das Ende jeder wissenschaftlichen Arbeit. Es gibt in alphabetischer Reihenfolge sämtliche Literatur an, die du in der wissenschaftlichen Arbeit zitiert oder paraphrasiert hast.

Wie sind die Quellen im Literaturverzeichnis angegeben?

Die Quellen werden durch Literaturangaben, auch als bibliographische Nachweise bezeichnet, angegeben. Literaturangaben enthalten Informationen wie: Verfasser, Herausgeber, Titel, Auflage, Jahr der Veröffentlichung, Ort der Veröffentlichung und weitere Einzelheiten, die sich entsprechend der Art der Quelle unterscheiden können.

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