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Der Dunning-Kruger-Effekt einfach erklärt: Definition, Beispiele und Tipps

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Schon mal von dem Dunning-Kruger-Effekt gehört? Nein? Dann bist du bei uns genau richtig – wir zeigen dir was hinter dem Begriff steckt!

Neben der Begriffserklärung findest du in diesem Artikel zudem noch

  • die Studie, mit welcher der Effekt untersucht wurde
  • die vier Stufen des Dunning-Kruger-Effekts
  • Beispiele aus dem Alltag
  • und Tipps wie du dem entgegenwirken kannst.

Legen wir direkt los!

Was ist der Dunning-Kruger-Effekt?

Der Dunning-Kruger-Effekt besagt, dass besonders inkompetente Menschen ihre eigenen Fähigkeiten überschätzen und die Fähigkeiten von Menschen mit mehr Wissen unterschätzen.

Zu dieser Erkenntnis kamen die beiden Psychologen David Dunning und Justin Kruger im Jahr 1999 mit Hilfe der folgenden Studie:

Dunning-Kruger-Effekt Studie

Dafür haben sie Studierende Logik- und Grammatiktests bearbeiten lassen. Nach der Bearbeitung mussten die Probanden einschätzen, wie gut sie im Vergleich zu den anderen Teilnehmern waren.

→ Ausgerechnet die Studierenden mit den schlechtesten Testergebnissen hatten sich am Besten eingeschätzt. Besonders intelligente Probanden unterschätzten in der Regel ihre Ergebnisse.

Daraufhin formulierten die zwei Wissenschaftler den vierstufigen Dunning-Kruger-Effekt.

Der vierstufige Dunning-Kruger-Effekt

1. Stufe

Inkompetente Menschen überschätzen ihr eigenen Können.

2. Stufe

Ausmaß ihrer Inkompetenz können sie demnach nicht einschätzen.

3. Stufe

Aufgrund ihrer Ignoranz können sie ihre Kompetenzen nicht steigern.

4. Stufe 

Die kompetenten Fähigkeiten anderer werden von ihnen unterschätzt. 

Der Effekt ist jedoch nicht nur negativ aufgeladen. Es kann auch dazu führen, dass man sich Dinge, welche rational gesehen wahrscheinlich nicht zu bewältigen wären, doch zutraut. Mit etwas Glück kann die Durchführung der Aufgabe funktionieren und Erfolge generieren.

Dunning-Kruger-Effekt Beispiel

Das Phänomen dieses Effekts begegnet uns im Alltag viel öfter als du wahrscheinlich denkst. Um dir dies zu verdeutlichen, lass uns zwei Beispiele dazu anschauen:

Nehmen wir doch das aktuellste Thema: Die Corona-Pandemie. Auf einmal hielt sich jeder zweite für einen studierten Profi-Virologen. Sätze wie “das hätte ich besser gelöst” oder “wenn ich was zu sagen hätte, wäre es gar nicht erst so weit gekommen” gehörten zum Alltag. Andere wissenschaftliche Fakten wurden meist ignoriert.

Was ist das Dunning-Kruger-Effekt Gegenteil? 

Bekannt unter dem Namen “Imposter-Syndrom” handelt es sich hierbei um Menschen, welche tatsächlich über Wissen und Kompetenz verfügen, jedoch überdurchschnittlich viele Selbstzweifel haben.

Ein weiteres Beispiel lässt sich im Verkehrsbereich finden: Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind junge männliche Autofahrer für die meisten Unfälle auf deutschen Straßen verantwortlich. So sind es genau diese, welche glauben, besser als die restliche Bevölkerung zu fahren und sich oftmals überschätzen.

Tipps gegen Selbstüberschätzung

Der erste Schritt dem Effekt entgegenzuwirken ist natürlich erstmal die Erkenntnis. Dies ist jedoch auch der schwierigste Schritt, da (wie wir wissen) Kritik nicht ernst genommen wird und das eigene Wissen über allem steht.

Wichtig ist es also, sich konstruktive Kritik bzw. Feedback von mehreren Personen (am Besten Familie und Freunde) zu verschaffen und sich diese wirklich ans Herz zu legen. Vielleicht unterscheidet sich ja dein Selbstbild von der Meinung vieler Anderer.

Feedback dunning-kruger-effekt

Ein weiterer Punkt ist ein ständiger Wissenserwerb. Laut Dunning und Kruger steigert der Wissenserwerb die Kompetenz und wirkt damit der Ignoranz entgegen. Dazu gehört eine Menge Disziplin, damit du dein Wissen ständig ausbauen kannst.

Und zu guter Letzt: Halte dich als Richtlinie an das Sprichwort von dem Philosophen Sokrates “Ich weiß, dass ich nichts weiß“. Die Grenzen des eigenen Wissens aufzuzeigen, sorgt für eine realistische Denkweise und auch für genug Motivation sich immer mehr Wissen aneignen zu wollen.

wissenserwerb dunning-kruger-effekt

Zusammenfassung

  • Bei dem Dunning-Kruger-Effekt, überschätzen inkompetente Menschen ihre eigenen Fähigkeiten und unterschätzen die Fähigkeiten von kompetenteren Menschen
  • Der Effekt ist jedoch nicht nur negativ konnotiert, sondern kann auch zu überraschenden Erfolgen führen
  • Das Gegenteil “Imposter-Syndrom” besagt, dass Menschen mit viel Wissen und Kompetenz, überdurchschnittlich viele Selbstzweifel haben
  • Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung: Falls du davon betroffen bist, gibt es einige Tipps, um dir diese Angewohnheit abzutrainieren

Wir hoffen der Beitrag hat dir gefallen und weißt jetzt, was man unter dem Dunning-Kruger-Effekt versteht. Um diesen Artikel so nützlich wie möglich für dich zu gestalten, haben wir uns viel Mühe gegeben. Deshalb würden wir uns sehr freuen, wenn du dir noch Zeit nimmst eine Sternebewertung oder einen Kommentar abzugeben!

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