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Wirtschaftsordnung – Definition, Erklärung und Vergleich

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Warum haben Staaten in anderen Ländern mehr Einfluss auf die Wirtschaft Und warum können sie aktiv in diese eingreifen? Die Antwort liegt in der Wirtschaftsordnung.

In diesem Artikel erfährst du, welche Formen der Wirtschaftsordnung es gibt. Außerdem haben wir Vor- und Nachteile sowie einen Vergleich für dich zusammengestellt.

Lass uns direkt loslegen!

Wirtschaftsordnung Definition

Die Wirtschaftsordnung legt die Gesetze fest, nach denen die Wirtschaft eines Staates funktionieren soll. Sie umfasst alle rechtlichen Normen und Institutionen und bestimmt, wie viel Einfluss der Staat auf die Wirtschaft nehmen kann.

Grundsätzlich gibt es dafür folgende Grundformen:

  • Planwirtschaft (Zentralverwaltungswirtschaft): Hier steuert der Staat die Wirtschaft von einer zentralen Stelle aus
  • Marktwirtschaft (Verkehrswirtschaft): Hier gilt das Prinzip von Angebot und Nachfrage. Der Markt reguliert sich selbst durch die Wirtschaftsteilnehmer.

Das Ziel ist das gleiche: das Land soll wohlhabender werden.

Wirtschaftsordnung : Zentralverwaltungswirtschaft (Planwirtschaft)

In einer Zentralverwaltungswirtschaft sind die Produktionsmittel Staatseigentum. Die Regierung steuert die Wirtschaft zentral und hebt die finanzielle und soziale Ungleichheit auf. Darüber hinaus gibt der Staat den Unternehmen genaue Produktionsvorgaben und legt die Preise für die Waren fest.

Bei den Produktionsmitteln handelt es sich um Maschinen, Fabriken und Rohstoffe.

Außerdem gibt es keine freie Berufswahl. Der Staat beobachtet, in welchen Bereichen Bedarf besteht und bildet dann Arbeitskräfte aus. Zudem sind die Einkommensunterschiede gering, um Ungleichheit zu vermeiden.

Planwirtschaftliche Modelle kennt man von Kommunistischen Ländern.

Die ehemalige DDR hatte eine solche Wirtschaftsordnung.

Heute wird sie zum Beispiel in Nordkorea angewandt.

Zentralverwaltungswirtschaft (Planwirtschaft)- Vor- und Nachteile

Vorteile

Nachteile

Gerechte Ressourcenverteilung.

 Mangelnde Motivation - denn der Staat gibt genau vor, wie viele Waren zu produzieren sind. Nicht mehr und nicht weniger.

Keine Arbeitslosigkeit.

Innovationsmängel - Da alles zugeteilt und kontrolliert wird.

Staat verhindert Ausbeutung von wirtschaftlich schwachen.

Informationsdefizite - Zum Beispiel kann der richtige Preis nicht anhand der tatsächlichen Nachfrage ermittelt werden, da diese vom Staat festgelegt wird.

 Wirtschaftsordnung: (Freie) Marktwirtschaft

Bei der  Marktwirtschaft sind Produktionsmittel anders als bei der Planwirtschaft Privateigentum der Unternehmen. Darüber hinaus haben Bürger wirtschaftliche Freiheiten und es herrscht ein Wettbewerb.

Beispiel: Wenn die Nachfrage z. B. nach Erdbeeren hoch ist, wird entsprechend mehr produziert. Sinkt jedoch die Nachfrage, wird weniger produziert.

Die Marktwirtschaft wird auch als Kapitalismus oder Freie Marktwirtschaft bezeichnet.

Beispiel: Wirtschaftsordnung USA

Die Berufswahl ist ebenfalls uneingeschränkt, und die Marktpreise haben die Aufgabe, ein Gleichgewicht herzustellen und Signale zu geben

Mit dieser Wirtschaftsordnung erreicht man den höchsten Wohlstand für die Gesellschaft, da jeder auf seinen eigenen Vorteil achtet.

Marktwirtschaft Vor- und Nachteile

Vorteile

Nachteile

Der freie Handel- ermöglicht uns den Zugang zu einer breiten Palette von Produkten und Dienstleistungen.

Missbrauch von Arbeitnehmern - Unternehmen können Arbeitnehmer ausnutzen, um ihre Gewinne zu maximieren.

Innovation wird gefördert - der freie Wettbewerb führt dazu, dass sich alle gegenseitig übertreffen wollen, was zu Innovationen führt.

Armut - Die Kluft zwischen Arm und Reich ist enorm.

Chancengleichheit - Trotz sozialer und wirtschaftlicher Unterschiede hat jeder die Chance, in der Gesellschaft aufzusteigen.

Umweltzerstörung - Unternehmen beuten die Ressourcen der Erde aus, um ihre Gewinne zu maximieren.

Wirtschaftsordnung Vergleich Bild

Wirtschaftsordnung Deutschland

Welche Wirtschaftsordnung hat die Bundesrepublik Deutschland?In Deutschland haben wir eine soziale Marktwirtschaft.

“Sozial” steht in diesem Zusammenhang für soziale Gerechtigkeit und Sicherheit. In dieser modifizierten Wirtschaftsordnung hat der Staat zusätzlich die Möglichkeit, in die Wirtschaft einzugreifen, wenn er die Sicherheit oder die soziale Gerechtigkeit in Gefahr sieht.

Darüber hinaus sichert der Staat das Existenzminimum eines jeden Bürgers durch Sicherungssysteme wie:

  • Kindergeld
  • Rentenversicherung
  • Mutterschaftsschutz
  • Kündigungsschutz

Merkmale wie freie Preisbildung, Angebot und Nachfrage, Produktionsmittel als Privateigentum usw. bleiben erhalten.

Der Staat subventioniert auch bestimmte Bereiche, um Anreize zu schaffen. Zum Beispiel wird das Fahren eines Elektroautos subventioniert. Der Staat möchte so auf das Thema Umweltverschmutzung aufmerksam machen.

Wirtschaftsordnungen im Vergleich

Wirtschaftsordnung im Vergleich Bild

Zusammenfassung

  • Wirtschaftsordnungen bestimmen, wie viel Einfluss ein Staat auf die Wirtschaft ausüben kann und welche Regeln die Wirtschaftsteilnehmer befolgen müssen.
  • Die beiden Grundformen sind Marktwirtschaft (Verkehrswirtschaft) und Planwirtschaft (Zentralverwaltungswirtschaft).
  • In Deutschland haben wir eine soziale Marktwirtschaft, die es dem Staat erlaubt, in bestimmten notwendigen Situationen teilweise in den Markt einzugreifen.

Wir hoffen, du konntest dein Wissen zum Thema “Wirtschaftsordnung” vertiefen und erweitern. Wenn dir der Artikel gefallen hat oder du Anregungen und Verbesserungsvorschläge hast, lass es uns mit einer Sternebewertung und einem Kommentar wissen.

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