Faschismus einfach erklärt: Definition, Merkmale und historische Hintergründe

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Faschismus klingt kompliziert, aber in diesem Artikel wird er dir ganz einfach erklärt. Du erfährst, was dahintersteckt, warum er so gefährlich war und wie man ihn erkennt. Nach dem Lesen bist du bestens vorbereitet, um im Unterricht zu punkten und eine gute Note zu schreiben.

Der Faschismus ist eine politische Ideologie, die auf extremen Nationalsozialismus basiert. Die Faschisten vertreten rechtsextreme, rassistische und fremdenfeindliche Gedanken und scheuen nicht vor Gewalt und Terror.

Wortherkunft Faschismus

Das Wort Faschismus (ital. fascio) bedeutet “Bund”, “Bündel” oder auch “politische Vereinigung” und hat seinen Ursprung in Italien. Der Begriff ist sprachlich tief in der römischen Symbolwelt verwurzelt und steht für Einheit und Autorität.

Das Bild zeigt das von den Faschisten verwendete Symbol in Italien.

Merkmale Faschismus

Der Begriff Faschismus wird in drei Merkmale unterteilt, also schau sie dir am besten direkt einmal an:

Politische Merkmale

Ultranationalismus

Die eigene Nation wird über alles gestellt und wertet alles andere ab

Führerprinzip

Es gibt einen “Führer” wie Mussolini oder Hitler

Antidemokratie

Unbeschränkte Macht für den Führer

Totalitäre Kontrolle

Staat entscheidet über Medien, Bildung und Kultur

Militarismus

Gewaltbereitschaft und Verherrlichung von Kampf und Gewalt

Gesellschaftliche Merkmale

Unterordnung des Einzelnen

Persönliche Freiheit zählt nicht, das Volk steht im Mittelpunkt

Propaganda

Systematische Manipulation von der Öffentlichkeit zur Machterhaltung

Feindbilder

Ausgrenzung und Verfolgung bestimmter Gruppen

Wirtschaftliche Merkmale

Steuerung

Staatliche Lenkung der Wirtschaft ohne vollständige Abschaffung des Privateigentums

Staatskorporatismus

Enge Zusammenarbeit zwischen Staat und großen Unternehmen

Militärausgaben

Förderung von Rüstungsindustrie und Kriegswirtschaft

Historische Hintergründe

Faschismus entstand Anfang des 20. Jahrhunderts in Italien, vor allem als Reaktion auf politische Krisen, soziale Spannungen und die Folgen des Ersten Weltkriegs. Viele Menschen fühlten sich von Demokratie und Wirtschaftskrisen enttäuscht, sodass radikale Bewegungen mit einfachen Antworten und starken Führungsversprechen an Einfluss gewannen.

Entstehung in Italien

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der Begriff fascismo (=Faschismus) von Benito Mussolini geprägt, welcher eine faschistische Bewegung namens Fasci di combattimento gründete (1919).

Kurz darauf wurde Faschismus verallgemeinert und weitere Bewegungen orientierten sich an den ultranationalistischen und fremdenfeindlichen Gedanken.

Faschismus in Deutschland

Faschismus in Deutschland entwickelte sich in Form des Nationalsozialismus, der 1933 mit Hitlers Machtübernahme zur totalitären Diktatur wurde. Das Regime schaffte Demokratie und Grundrechte ab, verfolgte politische Gegner brutal und nutzte Propaganda, Terror und Gleichschaltung zur vollständigen Kontrolle von Staat und Gesellschaft. Zentral war radikaler Rassismus und die Verfolgung und Ermordung von Juden (Holocaust).

Faschistische Bewegungen weltweit

Innerhalb von Europa haben sich nicht nur in Italien und Deutschland faschistische Bewegungen etabliert, sondern auch in Spanien und in Portugal. Darüber hinaus gab es des öfteren faschistische Ideologien von verschiedenen Regierungen in Brasilien und Argentinien. Zudem entstand in den 1930er Jahren in Japan eine ähnliche Bewegung.

Faschismus Beispiele heute

Es gibt heutzutage viele Länder, die typische faschistische Merkmale und Bezüge aufweisen. Du musst allerdings wissen, dass es keine rein faschistischen Regierungen wie im 20. Jahrhundert mehr gibt.

Heutige Länder mit faschistischen Merkmalen und Bezügen sind:

Italien

Viel politischen Einfluss von Parteien mit Faschismus-Ideologien

Ungarn

Starke Machtkonzentration und Einfluss auf die Medien

Polen

Nationalkonservative Politik

Indien

Starker religiöser Nationalismus, Ausgrenzung von Minderheiten

Russland

Ultranationalismus, Militarismus und Führerkult

Abgrenzung: Was ist kein Faschismus?

Wie du bis jetzt gelernt hast, war der Faschismus von damals von grauenvoller Gewalt geprägt. Deshalb ist es wichtig, das Thema abzugrenzen und zu schauen, was kein Faschismus ist.

Rechtspopulismus

Wird oft mit Faschismus verwechselt, strebt aber keine Abschaffung sondern eher eine Umgestaltung der Demokratie an

Autoritarismus

Sorgt auch für Einschränkung der Pressefreiheit und Unterdrückung der Opposition, allerdings will solch ein Regime die Bürger entmachten und nicht zu Aktionen wie Demonstrationen aufrufen

Nationalismus

Wertet auch andere Nationen ab und stellt die eigene mit Stolz an oberste Stelle, wendet sich allerdings nicht der Demokratie ab

Fazit

Faschismus ist eine extrem autoritäre und gewaltbereite Ideologie, die Menschen unterdrückt und Demokratie abschafft. Er zeigt sich historisch etwa bei Mussolini oder im Nationalsozialismus und heute in Gruppen, die Hass, Ausgrenzung und starken Führerkult fördern. Nicht jede strenge Meinung ist faschistisch – entscheidend sind Gewalt, Unterdrückung und die Ablehnung von Freiheit.

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