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Maximalprinzip – Das Wichtigste in 5 Minuten

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Kennst du das auch? Du hast Hunger, aber keine Lust mehr einkaufen zu gehen. Daher öffnest du deinen Kühlschrank und schaust, was dieser noch so hergibt. Wahrscheinlich nicht sehr viel, aber vielleicht ein bisschen Gemüse, Reis vom Vortag und etwas Joghurt.

Also versuchst du, mit den vorhandenen Zutaten ein wunderbares und leckeres Gericht zu zaubern. Das ist das Maximalprinzip sehr einfach erklärt, welches natürlich nicht nur im Alltag, sondern vor allem im Business Anwendung findet.

Beim Maximalprinzip, auch Ergiebigkeitsprinzip genannt, handelt es sich um eine Methode der effizienten Anwendung von knappen Ressourcen. Diese sind nicht unendlich verfügbar, während die Bedürfnisse der Menschen quasi ungedeckelt sind (Knappheitsproblem).

Um dieses Problem zu lösen, gibt es verschiedene Ansätze. Das Maximalprinzip sagt aus, dass man versucht, mit gegebenen Einsatzfaktoren (=Input) das bestmögliche Ziel zu erreichen (=Output).

Ökonomisch spricht man bei Haushalten von einer Nutzenmaximierung und bei den Unternehmen von einer Gewinnmaximierung.

Was ist der Unterschied zwischen Maximal- und Minimalprinzip?

Das Minimalprinzip, oder auch das Sparsamkeitsprinzip, ist quasi das Gegenstück zu dem Maximalprinzip. Hier hat man nun ein vorgegebenes Ziel und versucht dieses mit möglichst geringen Einsatzfaktoren, also minimalem Aufwand, zu erreichen.

In der Regel wird hierfür der Mitteleinsatz reduziert. Allerdings können auch Änderungen bei der Art der Durchführung die Zielerreichung erleichtern.

Die beiden Prinzipien stehen im Zielkonflikt zueinander. Es ist also in der Realität quasi unmöglich, sie beide gleichzeitig anzuwenden. Du kannst beispielsweise nicht den maximalen Gewinn durch minimalen Aufwand erzielen.

Zusammenfassend haben wir hier eine kleine Übersicht für dich:

Minimalprinzip

Maximalprinzip

Vorgegeben

Ziel

Mittel

Soll erreicht werden

Minimaler Aufwand

Maximaler Gewinn/Nutzen

Einfache Beispiele Maximalprinzip

  • Bei dem Kochbeispiel aus der Einleitung versuchst du, mit den wenigen Zutaten aus deinem Kühlschrank (=Input) ein möglichst leckeres Gericht zu erstellen (=Output).

 

  • Du hast über die letzten Monate dein Geld angespart und planst nun deinen Urlaub. Dein Budget ist in diesem Fall dein gegebenes Mittel, mit dem du versuchst, einen möglichst guten Urlaub zu planen. Du würdest also deinen Nutzen maximieren.

 

  • Du möchtest mit 50 Liter Diesel so weit kommen wie möglich. Dafür suchst du dir im Voraus die optimalsten Verbindungen raus.

Beispiele Minimalprinzip

  • Auch hier nehmen wir ein Beispiel aus der Küche. Du hast Hunger, also dein Ziel ist vorgegeben. Jetzt wählst du die einfachste Alternative, um deinen Aufwand so gering wie möglich zu halten. Du schiebst dir also eine Tiefkühlpizza in den Ofen.

 

  • Du möchtest unbedingt nach Griechenland auf Mykonos. Dein (Reise-)Ziel ist also vorgegeben und du suchst jetzt auf sämtlichen Reiseportalen das günstigste Angebot für dich heraus.

 

  • Du willst mit dem Auto nach Berlin fahren. Du suchst jetzt die Route raus, die am wenigsten Sprit verbraucht.

Extremumprinzip – die optimale Lösung?

Wir haben weiter oben festgestellt, dass man nicht das maximale Ergebnis mit dem minimalen Aufwand erreichen kann. Das Extremumprinzip bzw. Optimumprinzip knüpft an diesen Konflikt an.

Ziel und Mittel sind hier variabel und man versucht, mit möglichst wenig Einsatz einen möglichst hohen Ertrag zu generieren. Die Aufgabe hierbei ist es, das optimale Verhältnis zwischen Nutzen und Aufwand zu finden. Es ist das Streben nach reiner Effizienz.

Ein Beispiel dafür wäre es, so viele Neukunden wie möglich zu gewinnen und dabei alle Ausgaben so gering wie möglich zu halten.

Ökonomisches Prinzip – wie kann man sich ökonomisch verhalten?

Die oben genannten Methoden zur Lösung des Knappheitsproblems lassen sich zum übergeordneten ökonomischen Prinzip zusammenfassen.

Da Güterknappheit besteht, ist es das Ziel, das günstigste Verhältnis zwischen eingesetztem Input und Output zu finden, also zwischen Aufwand und Ergebnis.

In diesem Fall spielt der homo oeconomicus eine Rolle.

maximalprinzip

Der homo oeconomicus ist ein rationaler Nutzenmaximierer. Er verfügt über diese Eigenschaften:

  • rationales Handeln: Er trifft keine Entscheidungen aus Gefühlen heraus, sondern aus seinem Verstand

 

  • nutzenorientiertes Handeln: er wägt ständig ab, was ihm den größten Nutzen einbringt

 

  • er stellt seine inneren Präferenzen nicht über wirtschaftliches Handeln

 

  • er verfügt über vollständige Informationen am Markt

Ein kleines Beispiel:

Der homo oeconomicus kauft keine Schokolade spontan an der Kasse, einfach weil ihm danach ist. Er wägt den Nutzen ab, also entscheidet er sich für ein Sparangebot, bei dem er 2 Tafeln Schokoladen zum Preis von einer bekommt. Wenn die Preise für Süßwaren steigen, reduziert er seinen Süßigkeitenkonsum. Außerdem weiß er lückenlos über alle Alternativen am Markt Bescheid.

Doch wie du dir sicher denken kannst, ist dieses Modell nicht sonderlich realitätsnah. Der normale Mensch handelt nun mal nicht immer rational, sondern impulsiv und emotional. Zudem hat der Mensch auch nicht alle Informationen über alle Produkte stets zur Verfügung, um alle Alternativen auf dem Markt zu kennen.

Dieser Mensch wäre wohl eher ein Roboter.

maximalprinzip

Fazit

Das Modell vom homo oeconomicus und der Wirtschaftlichkeitsprinzipien ist in der Theorie darstellbar, jedoch nicht sehr realitätsnah.

Dennoch wäre es doch interessant zu wissen, ob du schon bereits nach einem der Prinzipien handelst? Achte bei deinem nächsten Einkauf im Supermarkt mal, ob du nicht sogar unterbewusst schon das Maximalprinzip benutzt.

Übungen zum schnellen Verstehen von Minimal- und Maximalprinzip

Results

#1. Aus 500kg Stahl sollen möchlichst viele Werkzeuge gefertigt werden.

#2. Zur Fertigung von 1000 Werkzeugen soll möglichst wenig Material verbraucht werden.

#3. Mit einem Werbeetat von 500.000€ sollen möglichst viele Werbeappelle erfolgen.

#4. Zur Geburtstagsfeier beabsichtigst du, für 30€ Getränke einzukaufen. Du vergleichst die Preise verschiedener Lebensmittelhändler in deiner Stadt.

#5. Du möchtest mit so geringen Kosten wie möglich einen größt möglichen Einkauf tätigen.

Finish

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