Die reflexiven Verben zu verstehen ist keine Hexerei, also erfahre jetzt direkt für deine Prüfung das Wichtigste über sie! Du fragst dich erstens: Was sind reflexive Verben? Und zweitens: Warum sind sie wichtig?
Reflexive Verben sind Verben, bei denen man sich benutzt, weil man etwas mit oder für sich selbst macht. Das heißt also, dass sich Subjekt und Objekt auf dieselbe Person beziehen.
Was ist der Unterschied zwischen reflexiven und nicht reflexiven Verben?
Du hast gerade erfahren, dass sich reflexive Verben immer auf die gleiche Person beziehen. Deshalb beschreiben sie also Handlungen, die du mit dir selbst ausführst (oder jemand anderes mit sich selbst ausführt).
Bei nicht reflexiven Verben ist es kurz gesagt ganz einfach, und zwar beschreiben sie Handlungen, die sich auf etwas anderes oder jemand anderen richten.
Was sind Beispiele für reflexive Verben?
Hier sind weitere Beispiele für reflexive Verben, daher lies sie dir direkt einmal durch:
- “Ich freue mich auf das Spiel.” (sich freuen)
- “Du entscheidest dich für den Beruf.” (sich entscheiden)
- “Sie stellt sich der Klasse vor.” (sich vorstellen)
- “Wir entschuldigten uns für die Probleme.” (sich entschuldigen)
- “Ihr interessiert euch für Computerspiele.” (sich interessieren)
- “Sie bedanken sich für das Angebot.” (sich bedanken)
Was sind Reflexivpronomen?
Reflexivpronomen (oder rückbezügliche Fürwörter) gehören zu reflexiven Verben und es gibt sie in zwei Formen, und zwar im Akkusativ und im Dativ.
Reflexivpronomen im Akkusativ (mich, dich, sich, uns, euch) sind die häufigste Form weshalb sie bei den meisten reflexiven Verben genutzt werden. Sie beziehen sich auf das Subjekt und zeigen, dass die Handlung auf die Person selbst zurückgeht, wie zum Beispiel in “Ich wasche mich” oder “Sie beziehen sich” ;-).
Die Reflexivpronomen im Dativ (mir, dir, sich, uns, euch, sich) brauchst du, wenn es zwei oder mehrere Objekte gibt, wie zum Beispiel bei “Ich wasche mir die Haare” oder “Du putzt dir die Zähne und die Nase”.
Tabelle: Reflexivpronomen im Akkusativ und im Dativ
Personalpronomen | Reflexivpronomen | Reflexivpronomen |
Akkusativ | Dativ | |
ich | mich | mir |
du | dich | dir |
er/ sie/ es | sich | sich |
wir | uns | uns |
ihr | euch | euch |
sie/Sie | sich | sich |
Typische Fehlerquellen
- Akkusativ und Dativ verwechseln -> Einige Schüler sagen zum Beispiel: “Ich wasche mich die Hände”, stattdessen ist “Ich wasche mir die Hände” richtig.
- Reflexivpronomen vergessen -> “Ich freue”. Richtig ist: “Ich freue mich”.
Wie viele reflexive Verben gibt es?
Außerdem gibt es zwei Hauptarten reflexiver Verben, und wenn du sie einmal verstanden hast, denn wirkt das ganze Thema direkt viel übersichtlicher für dich.
Echte reflexive Verben
Du kannst dir merken, dass diese Verben immer ein Reflexivpronomen brauchen.
Ohne mich, dich, sich usw. sind sie nicht vollständig.
Unechte reflexive Verben
Die unechten reflexiven Verben können widerum reflexiv sein, allerdings müssen sie es nicht.
Das Reflexivpronomen ist optional, also eine mögliche Ergänzung. Aus diesem Grund verändert es die Bedeutung.
Satzbau mit reflexiven Verben
Oben hast du gelernt, dass der Satzbau mit reflexiven Verben immer dem gleichen Muster folgt:
Subjekt | Konjugiertes Verb | Reflexivpronomen |
Ich | wasche | mich. |
Dies ist die Standardwortstellung, folglich steht das Reflexivpronomen direkt nach dem Verb.
Wenn der Satz allerdings mit einem anderen Satzteil beginnt, zum Beispiel: “Heute”, “Morgens”, “Zu Hause” -> denn rutscht das Subjekt zwischen das Verb und das Reflexivpronomen:
Vorfeld | Konjugiertes Verb | Subjekt | Reflexivpronomen |
Heute | wasche | ich | mich. |
Große reflexive Verben Liste
Abgesehen von den Beispielen fehlt dir nun noch eine Liste mit den wichtigsten reflexiven Verben, damit du noch mehr darüber erfährst und sie somit besser nutzen kannst.
Hier klicken
- amüsieren: Ich amüsiere mich jeden Morgen.
- anziehen: Du ziehst dich für die Schule an.
- ausruhen: Er ruht sich heute Mittag aus.
- bedanken: Wir bedanken uns für die Geschenke.
- beeilen: Ihr beeilt euch, damit ihr nicht zu spät kommt.
- befinden: Sie befinden sich im Badezimmer.
- beschweren: Ich beschwere mich über die Schule.
- bewegen: Du bewegst dich zu viel.
- erkälten: Ihr erkältet euch im Winter.
- fürchten (vor): Ich fürchte mich vor der Arbeit.
- konzentrieren (auf): Er konzentriert sich auf das Ergebnis.
- langweilen: Wir langweilen uns im Bus.
- melden: Ihr meldet euch wenn ihr da seid.
- setzen: Sie setzen sich auf den Boden.
- streiten: Ich streite mich mit dem Kind.
- verabreden (mit): Wir verabreden uns mit Paula.
- verabschieden (von): Ihr verabschiedet euch von Zuhause.
- wundern (über): Ich wundere mich über meinen Lehrer.
Reflexive Verben mit Präpositionen
FAQ
Zum Schluss das Wichtigste in Kürze, nachdem wir Eure meistgestellten Fragen in diesem Absatz zusammengetragen haben. Klicke einfach auf das +, damit du die jeweilige Antwort sehen kannst.
Was sind reflexive Verben Beispiel?
–> Reflexive Verben sind Verben, bei denen man etwas mit oder für sich selbst macht, zum Beispiel “Ich wasche mich”.
Was ist der Unterschied zwischen reflexiv und nicht reflexiv?
–> Reflexiv bedeutet, dass sich die Handlung auf die gleiche Person zurück richtet. Zum Beispiel “Ich wasche mich” oder anders gesagt “Ich wasche mich selbst”. –> Nicht reflexiv bedeutet hingegen, dass sich die Handlung auf jemanden oder etwas anderes richtet. Dies ist zum Beispiel bei “Ich wasche das Auto” der Fall. (“Ich wasche etwas anderes”)
Woher weiß ich, ob ein Verb reflexiv ist?
–> Im Grunde genommen ist das Verb reflexiv, wenn das Verb im Wörterbuch immer mit sich steht oder wenn der Satz ohne Reflexivpronomen ungrammatisch klingt.
Wann benutzt man reflexive Verben?
–> Reflexive Verben benutzt man immer dann, wenn die handelnde Person gleichzeitig die betroffene Person ist. Also immer, wenn man etwas mit oder für sich selbst macht.
Wie viele reflexive Verben gibt es?
–> Es gibt Hunderte reflexive Verben, sodass die genaue Anzahl nicht bestimmt werden kann. Ständig entstehen neue Verbindungen, zum Beispiel sich einloggen.

