Fibonacci-Zahlen begegnen uns überall – in der Mathematik, in Pflanzen und sogar im Alltag.
In diesem Artikel lernst du die Fibonacci-Folge Schritt für Schritt kennen, bekommst einfache Beispiele und eine Formel zum Selberrechnen.
So verstehst du schnell, warum Fibonacci-Zahlen ein besonderes Natur- und Mathephänomen sind. Wenn dir Mathe oft kompliziert erscheint, hilft dir dieser Artikel, das Thema verständlich und ohne Fachsprache zu durchschauen.
Fibonacci-Zahlen sind eine besondere Zahlenfolge, bei der immer zwei Nachbarzahlen addiert werden, um die nächste Zahl zu erhalten. Sie startet mit 0 und 1 – und danach geht’s los.
Kurz erklärt:
0, 1, 1, 2, 3, 5, 8, 13, 21, …
Jede Zahl entsteht aus der Summe der beiden vorherigen. Klingt simpel, hat aber enorme Bedeutung in Mathe, Natur und Technik.
Die Fibonacci-Folge entstand in seinem Buch Liber Abaci von 1202. Darin stellte er eine Aufgabe: Wie viele Kaninchenpaare entstehen in einem Jahr, wenn jedes Paar nach einem Monat ein neues Paar zeugt?
Die Lösung führte zu einer Zahlenreihe, die heute als Fibonacci-Folge bekannt ist: 0, 1, 1, 2, 3, 5, 8 …
Fibonacci entdeckte also die Folge nicht nur als abstraktes Mathe-Phänomen, sondern als praktische Lösung für ein Wachstumsproblem, das die Natur in vielen Formen widerspiegelt.
Fibonacci-Zahlen Tabelle – Zahlenreihen auf einen Blick
Damit du sofort siehst, wie sich die Folge entwickelt, hier eine Übersicht der ersten 15 Fibonacci-Zahlen:

Merke: Die Zahlen wachsen schneller, als man denkt.
Fibonacci-Folge Formel – Fibonacci-Zahlen berechnen
Es gibt verschiedene Wege, Fibonacci-Zahlen zu berechnen. Hier ist die einfachste Formel:
Fn = F(n–1) + F(n–2)
Um die nächste Fibonacci-Zahl zu bekommen, addierst du die zwei vorherigen Zahlen.
- F(n) = die n-te Fibonacci-Zahl
- n = die Position in der Reihenfolge
- F(n–1) = die Fibonacci-Zahl eine Position davor
- F(n–2) = die Fibonacci-Zahl zwei Positionen davor
Die schnelle Formel (Binet-Formel) – für Fortgeschrittene
Wenn du schon etwas weiter bist, gibt es sogar eine direkte Formel:
Fn = (φⁿ – (–φ)⁻ⁿ) / √5,
wobei φ ≈ 1,618 die Goldene Zahl ist.
Für den Unterricht reicht aber die einfache Additions-Regel völlig aus.
Fibonacci-Zahlen im Alltag – wo du sie wirklich brauchst
Fibonacci klingt oft theoretisch – ist es aber nicht. Viele Anwendungen begegnen uns ständig:
Smartphone-Kameras & Bildbearbeitung
Fotobearbeitungs-Apps nutzen „goldene“ Proportionen, um Bilder ansprechend zu gestalten. Fibonacci spielt hier eine große Rolle.
Suchalgorithmen & Computerprogramme
Bei Sortieralgorithmen oder Datenstrukturen tauchen Fibonacci-Zahlen als effiziente Rechenwege auf.
Musik & Rhythmus
Viele Komponisten nutzen Fibonacci-Längen, um Musik natürlicher wirken zu lassen.
Fibonacci-Zahlen in der Natur – das berühmte Naturphänomen
In der Natur treten Fibonacci-Zahlen überraschend häufig auf. Pflanzen und Tiere entwickeln Strukturen, die nach Fibonacci aufgebaut sind — weil sie Wachstum effizient machen.
Typische Beispiele aus der Natur:
- Blütenblätter: Viele Pflanzen haben 3, 5, 8, 13 oder 21 Blätter.
- Tannenzapfen: Die Spiralen laufen oft in Fibonacci-Richtungen.
- Sonnenblumen: Ihre Kerne wachsen in zwei Fibonacci-Spiralen – das spart Platz.
- Schneckenhäuser: Die wachsende Spirale folgt dem „Goldenen Winkel“.
- Pflanzenwachstum: Neue Blätter entstehen in Winkeln, die Fibonacci-Muster bilden.

Warum macht die Natur das?
Fibonacci ermöglicht maximale Nutzung von Raum und Licht – eine perfekte Strategie fürs Überleben.
Fazit
Die Fibonacci-Zahlen sind viel mehr als eine mathematische Folge. Sie helfen dir, Wachstum, Muster und Strukturen in unserer Welt besser zu verstehen. Ob Natur, Technik oder Kunst – überall steckt ein Stück Fibonacci drin.


