Du stehst mit beiden Beinen fest im Berufsleben und möchtest deinen Job nicht aufgeben, aber trotzdem noch einen akademischen Abschluss erlangen? Dann ist berufsbegleitend studieren vielleicht eine Option für dich.
Wir erklären dir in diesem Artikel, was es damit auf sich hat:
- Was bedeutet berufsbegleitend studieren?
- Wie genau funktioniert es?
- Und was spricht dafür und dagegen?
Klingt interessant? Dann lies jetzt weiter!
Gründe für so ein berufsbegleitendes Studium gibt es viele. Manche erhoffen sich bessere oder ganz neue Chancen auf dem Arbeitsmarkt, andere wollen sich einfach weiterbilden, wieder andere können es sich einfach nicht leisten, in Vollzeit zu studieren.
Vielleicht hast du aber auch einfach nur Spaß am Lernen und interessierst dich besonders für ein bestimmtes Thema – auch das ist eine Option! Dein Studium muss nämlich nicht zwingend etwas mit deinem derzeitigen Beruf zu tun haben.
Berufsbegleitendes vs. duales Studium
Wichtig:
Ein berufsbegleitendes Studium ist nicht dasselbe wie ein duales Studium!
Ein duales Studium hat gegenüber dem berufsbegleitenden Studium den Vorteil, dass du schon während deines Studiums Geld verdienst und am Ende bereits ein paar Jahre Praxiserfahrung vorweisen kannst.
Hier kannst du bei Interesse mehr über das duale Studium erfahren:
Wegweiser duales Studium – Was ist ein duales Studium?
Welche berufsbegleitenden Studienformen gibt es?
Das Wichtigste für jeden, der berufsbegleitend studieren möchte: Das Studium mit dem Job vereinbaren. Denn es geht ja gerade darum, diesen nicht aufgeben zu müssen.
Das klassische Vollzeitstudium fällt damit schon mal weg, denn beides – Vollzeitjob und Vollzeitstudium – ist zeitlich einfach nicht machbar.
Schauen wir uns also die drei gängigsten Alternativen an:

Gleich vorweg: Ein Teilzeitstudium ist nicht speziell auf Berufstätige abgestimmt. Je nachdem, wie flexibel du in deinem Job bist, könnte es aber dennoch in Frage kommen.
Ein Teilzeitstudium ist im Grunde ein verlängertes Vollzeitstudium. Du nimmst, wie Vollzeitstudenten auch, ganz normal an Vorlesungen und Prüfungen teil – das heißt, dass du vor allem tagsüber, z.B. vormittags, studierst.
Die Inhalte deines Studiums verteilen sich dabei aber über einen längeren Zeitraum. In der Regel dauert ein Teilzeitstudium bei gleichen Studieninhalten doppelt so lange wie ein Vollzeitstudium. Aus z.B. 6 Semestern Regelstudienzeit werden also 12.
Eine weitere Möglichkeit für alle, die berufsbegleitend studieren möchten, ist das sogenannte Abendstudium.
Diese Studienform bietet sich besonders für Arbeitnehmer an, da das Studium außerhalb normaler Arbeitszeiten stattfindet – es lässt sich also leichter mit einem Vollzeitjob vereinbaren als ein Teilzeitstudium.
Wie in einem normalen Studium nimmst du auch hier an Präsenzveranstaltungen teil. Diese finden aber nicht tagsüber statt, sondern abends (meistens ab 18 Uhr) und je nach Studiengang auch am Wochenende.
Alternativ kannst du dich auch für ein Fernstudium entscheiden. Diese Form des berufsbegleitenden Studiums bietet im Vergleich mit den anderen die größte Flexibilität – perfekt für Arbeitnehmer.
Der Grund für diese Flexibilität ist, dass du in einem Fernstudium vieles selbst machst.
Für gewöhnlich werden dir die benötigten Lernunterlagen entweder per Post zugeschickt oder online zur Verfügung gestellt und dann liegt es an dir, wann und wo du den Stoff lernen möchtest.
Persönlich erscheinen musst du in der Regel nur zu deinen Prüfungen (die heutzutage mitunter aber auch online stattfinden können) und, je nach Fernschule, zu der ein oder anderen Vorlesung.
Fazit
Welche Studienform am besten zu dir passt, musst du letztendlich natürlich selbst entscheiden. Dabei kommt es stark darauf an, wie flexibel du in deinem Job bist und unter Umständen auch darauf, wie sehr dein Chef dich in deinem Vorhaben unterstützt.
Grundsätzlich gilt: Lieber etwas mehr Zeit mit der Recherche verbringen, damit du den für dich richtigen Studiengang und eine passende Hochschule findest und letztendlich alles – Job und Studium – gut vereinbaren kannst.


