Hellenismus: Kurzer Überblick – Geschichte, Kunst & Literatur

Du schreibst bald eine Arbeit über den Hellenismus, kannst dir unter dem Begriff aber nichts vorstellen? Kein Problem! Wir haben die wichtigsten Informationen für dich zusammengestellt.

Der Hellenismus ist eine Epoche der griechischen Kultur. Sie wurde ausgelöst durch die Feldzüge und Eroberungen Alexander des Großen über das Perserreich und Ägypten. Ihr Ende findet sie in der Eroberung Alexandrias durch die Römer 30 v. Chr. Sie reicht insgesamt von 330/320 – 30 v. Chr.

Wichtig: Epochen sind die Unterteilung der Geschichte aus heutiger Sicht. Die Menschen damals sahen sich also nicht als Teil des Hellenismus an, da es den Begriff in diesem Kontext noch nicht gab. Wenn wir also von einem Auslöser sprechen, ist dies aus heutiger, objektiver Sicht gemeint.

Geschichte des Hellenismus

Alexander der Große regierte von 336 – 323 v. Chr. Er war ein großer Feldherr, der in seiner Amtszeit das Perserreich sowie Ägypten eroberte.

Nach seinem Tod (323 v. Chr.) wurde sein Reich in sogenannte Diadochenreiche aufgeteilt, die von seinen Feldherren (Diadochen) regiert wurden. Diese Aufteilung hatte zur Folge, dass sich viele neue Zentren bildeten, die sich mit der östlichen Kultur vermischten.

Diadochenreiche: Antigoniden, Seleukiden, Ptolemäer, Attaliden

Der Hellenismus ist die letzte datierte Epoche der antiken griechischen Kultur vor der römischen Eroberung: Nach einer Reihe von Kriegen (genannt die makedonischen Kriege) verloren viele griechische Stadtstaaten nach und nach unter römischem Einfluss an Autonomie.

Skulpturen und Kunst des Hellenismus

Die Kunst war nicht nur geprägt von der Vermischung der griechischen und östlichen Kultur: Da die kulturellen Zentren weit auseinander lagen, entwickelten sich zudem unterschiedliche Kunstrichtungen in den jeweiligen Metropolen.

Die unterschiedlichen Städte entwickelten unterschiedliche Interessen: Städte mit geringem Einfluss konzentrierten sich auf das private Leben der Bürger, wohingegen Herrschersitze der Diadochen vor allem Motive der Herrscherrepräsentation bevorzugten.

Dadurch ist es schwer einen Stil in der hellenistischen Epoche festzulegen.

Motive

Auffällig für den Hellenismus ist, dass Randgruppen als Motive auftreten (Ein Beispiel dafür ist die Statue Alter Fischer). Wurden zuvor nur berühmte oder reiche Leute in Statuen verewigt, wurde nun auch die Realität der ärmeren Bürger dargestellt.

Ebenfalls vertreten sind mystische Figuren, die mit starken Emotionen oder Schicksalen in Verbindung gebracht werden, sowie Götter, Herrscher und Bürger.

Somit wird die hellenistische Kunst in zwei Spalten getrennt: Die bürgerliche Identität mit Randgruppen und privaten Motiven, sowie die Identität der Reiche mit seinen Göttern und Herrschern.

Literatur des Hellenismus

Die Literatur war ebenso wie die Kunst beeinflusst von den weit auseinander liegenden Zentren der Diadochenreiche. Verbreitet waren jedoch Komödien, Poesie und philosophische Schriften.

Auch hier waren die Geschmäcker zwiegespalten. Zwischen dem bürgerlichem, privaten und amüsantem Leben der Städte ohne Autonomie, sowie dem intellektuellen Austausch in den Herrscherzentren.

Berühmte Schriftsteller: Theokritos (Dichter); Menander (Dichter und Verfasser von Komödien); Kyniker, Stoiker und Epikureer (Philosophische Anschauungen)

Überblick/Fazit

Der Hellenismus war die letzte Epoche vor der Eroberung Griechenlands durch Rom. Sie begann mit der Eroberung des Perserreichs und Ägypten durch Alexander dem Großen, wodurch die griechische Kultur einen östlichen Einfluss erlangte.

Darüber hinaus war die Epoche geprägt von unterschiedlichen Geschmäckern in Kunst und Literatur, durch die Bildung verschiedener Zentren zu Zeiten der Diadochenreiche. Dadurch ist es schwer, heutzutage den generellen Stil der Epoche festzustellen.

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Von wann bis wann ging die Epoche des Hellenismus?

Von 330/320 – 30 v. Chr

Was sind die Diadochenreiche?

Die Reiche, die nach dem Tod Alexander des Großen unter seinen Feldherren aufgeteilt wurden.

Welche Diadochenreiche gibt es?

Antigoniden, Seleukiden, Ptolemäer, Attaliden.

Was waren Besonderheiten der Hellenistischen Kultur?

  • Vermischung mit der östlichen Kultur
  • unterschiedliche Geschmäcker/Ausprägungen (Motive)
  • nicht ein einziger festzumachender Stil

Was war Besonders an den Motiven der Hellenistischen Skulptur?

Die Motivdarstellung von Randgruppen.

Welche Gattungen in der Literatur waren beliebt?

  • Komödie
  • Philosophie
  • Poesie

Quellen

Hölscher, Tonio: Klassische Archäologie Grundwissen, Deutschland, 2015 (4. Auflage).

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